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Donnerstag, 6. März 2014

Jucker - Farm / Seegräben / Pfäffikersee : Ausflugstipp


Seegräben
Im idyllisch, auf der Anhöhe zwischen  Aathal und dem Pfäffikersee gelegenen 1300-Seelen-Dorf Seegräben, ist an Wochenenden im wahrsten Sinn die "Hölle" los - eine wahre Invasion von Menschen (die meisten davon motorisiert) überfällt dieses Dorf. "Schuld" daran ist der Erlebnishof der Firma Jucker AG, welcher in den letzten Jahren immer grösser und für Besucher attraktiver wurde.



Jucker-Farm
Den beiden Jucker-Brüdern ist es gelungen, den Obstbetrieb des Vaters in einen vielseitigen Erlebnis-Bauernhof umzuwandeln. Die Jucker Farm produziert und kultiviert Nahrungsmittel -  ein Erlebnis für die ganze Familie ist die Selberpflückanlage von diversen Früchten, aber auch die 2 Aepfel-Irrgärten, wo man zwischen 2900 Bäumen allerhand Informationen über die Früchte erfährt. Im hofeigenen Restaurant kann man feine Sachen essen, im Hofladen eigene Produkte kaufen - die Kinder können sich im Geisslipark  oder auf dem Naturspielplatz vergnügen. Das absolute Highlight der Jucker-Farm ist die schweizweit grösste Kürbisausstellung, die alljährlich von Ende August bis Anfang November stattfindet. Nun haben die innovativen Brüder wieder etwas Neues ausgeheckt. Jahrelang haben sie nach etwas gesucht, um die Jucker Farm auch im Winter zu beleben und einen Teil ihrer ca. 150 Mitarbeiter auch in der Zwischenzeit zu beschäftigen. Dabei kamen sie auf das Material Stroh, welches seit Generationen zur Versorgung der Tiere auf dem Hof lagert. Und sie riefen das Strohfestival ins Leben, welches von Januar - Mai stattfindet. Auf dem Hof finden sich verschiedene, überlebensgrosse Figuren und Objekte aus Stroh - manche davon begehbar.

Aber eben, die Schattenseite davon ist der bald ganzjährige Ansturm auf das Dörfchen Seegräben - die Einwohner sind nicht so gut zu Sprechen auf ihren bekannten Nachbarn - der Gemeinderat überlegt sich Massnahmen, um diesem Treiben Einhalt zu bieten. Die Juckers argumentieren, sie hätten in Aathal einen grossen Parkplatz und einen Shuttle-Bus zur Farm eingerichtet. Der neuste Coup: Geplant ist eine Seilbahn von Aathal zur Farm  - was jedoch noch in weiter Ferne liegt. Eine allfällige Realisation würde noch mind. 10 Jahre dauern.
Man kann den Besuchern nur raten, nicht mit dem Auto anzureisen - eine kleine Wanderung von Pfäffikon dem See entlang zum Erlebnishof ist sehr zu empfehlen ( rechte Seeseite), insbesondere bei schönem Wetter - die Sicht in die Alpen ist überwältigend. Nach einem Abstecher zum Jucker hinauf kann man noch durchs Moor nach Wetzikon laufen ( Wanderzeit ca. 2  Std ). Man kann auch den See in rund 2 1/4 Std. umrunden.


Wandervorschläge

Strohfestival


PS: Heute ist Kochabend, am Montag könnt ihr hier das Menü lesen.














Kommentare:

  1. Kleine Ergänzung zu deinen Ausführungen:
    Bei Jucker ist bei schönen Wetter immer der Teufel los, nicht nur am Wochenende.
    Ich wohne ein paar Dörfer weiter und irgendwie zieht es mich auf Spaziergängen immer wieder dort hin, weil der Hof - trotz dem ganzen Rummel - sehr beschaulich gelegen ist. Auf den Kauf der überteuerten Produkte im Hofladen kann ich allerdings gut verzichten.

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  3. Jucker ist eine griechische Tragödie: Menschen, die es eigentlich gut meinen, werden durch ihr Handeln Teil einer schuldhaften Verstrickung. Jucker versucht nur, das zu sein, was die Politik seit vielen Jahren fordert: ein unternehmerischer Bauer. Was er anrichtet, ist Chaos.

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  4. Wir sind am Sonntag, 2. März bei eher trübem Wetter rund um den Pfäffikersee gewandert von Pfäffikon nach Pfäffikon. Jetzt weiss ich, wo der Lärm herrührte beim Dorf Seegräben ;-)
    Nein, ich war nicht bei der Farm oben, hab nur den Wegweiser gesehen. Dass da noch mehr los ist als nur Kürbis im Herbst, habe ich bisher nicht gewusst. Man lernt dazu.

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