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Donnerstag, 30. April 2015

Wanderung in der Innerschweiz : von Zug nach Luzern




Angesichts des schönen Wetters letzte Woche fragte ich im Geschäft, ob ich einen Freitag nehmen könnte - und siehe da, mein Wunsch wurde erhört.

Am Donnerstagmorgen stieg ich um 06.30 Uhr (noch in Dunkelheit) in Zug aus dem Intercity. Ich wollte heute die 11. Etappe der nationalen Wanderroute Nr. 3 (Alpenpanoramaroute) unter die Füsse nehmen - und zwar von Zug via Rooter Berg nach Luzern.


Etappe 11 der nationalen Route Nr. 3 (Alpenpanoramaweg)


Um 06.45 Uhr abmarschiert, erreichte ich den Bahnhof Luzern um 15.45 Uhr. Die reine Marschzeit beträgt 7.35 Std.


Die Wanderung war Balsam für die Seele - die Natur zeigte, was sie an Farbenpracht derzeit alles zu bieten hat. Derweil die Kirschenbäume rund um Buonas in voller Blüte waren, war ich auf der schönsten Teilstrecke zwischen  Udligenswil nach Adligenswil begeistert ob der prächtigen Birnenbäume.

Erwähnenswert noch der schmucke Rastplatz auf dem Dotteberg bei Chli Aebnet, wo ich von der alten Bauersfrau einen sehr feinen Kaffee bekam.




frühmorgens geht's los an der Katastrophenbucht in Zug - lest hier , wie der Ort diesen Namen erhielt

Morgenstimmung am Zugersee mit Rigi und Pilatus

beim Schutzengel angekommen

links in der Bildmitte der Rooter Berg, über den ich nach Luzern wandern will, im Hintergrund der Pilatus

idyllischer Weg nach Cham


im Villette-Park in Cham


die Villa Villette (ein Gourmetrestaurant), dahinter die Kirche von Cham


im Reich der Kirschbäume


glitzernder See in der Morgensonne

bei Buonas verlasse ich den See

ohne Worte

Meierskappel voraus - dort beginnt der Kanton Luzern

die Nr. 3 ist meine Route - zum 1. Mal ist Luzern angegeben

auf der Höhe des Rooter Bergs

die musste ich fotografieren - obwohl sie nicht schön posierten

Sicht vom Michaelskreuz hinunter nach Rotkreuz und dahinter Zug

Michaelskreuz mit dem gleichnamigen Restaurant und der Heiratskapelle (rechts oben)

über grüne Matten dem Pilatus zu

Udligenswil habe ich schon passiert


schöne Aussicht von meinem Picknickbänkli aus - ich brauche Kraft für den nächsten Aufstieg zum Dotteberg

Blick retour über den Rooter Berg - im Hintergrund Zugerbeg mit Wildspitz

das isch Musig - liebevoll hergerichteter Hofladen mit Rastplatz

wer hier nicht rastet, ist selber schuld. Und wenn man dann von der Bauersfrau noch einen richtigen Luzerner Kaffee bekommt, ist das Glück vollends

herrliche Aussichten

Birnenbäume, so weit das Auge reicht

es geht wieder hinunter nach Adligenswil - dann noch der Schlussaufstieg zum Dietschiberg - dahinter sollte Luzern sein

auch Adligenswil ist passé - im Hintergrund rechts grüsst die Rigi

dem Golfplatz entlang geht's hinunter nach Luzern

Ziel in Sicht

et voila - am Lido angekommen




Mittwoch, 22. April 2015

Spargel-Apfelsüppchen, Kalbsmedaillon mit Bärlauch-Schaum und Gemüseallerlei, Quarkcrème auf Rhabarber-Erdbeer-Ragout - Hobbychochmenü 9.4.15

Am letzten Kochabend gab es folgendes Menü. Mit Spargeln, Bärlauch und Rhabarber ein völlig saisongerecht ausgesuchtes Menü.

Spargel-Apfelsüppchen
Kalbsmedaillon mit Bärlauch-Schaum und Gemüseallerlei
Quarkcrème auf Rhabarber-Erdbeer-Ragout
 
 
 
Hier die Rezepte dazu (alle für 4 Pers.) :
 
 
Spargel-Apfelsüppchen
 
250g           weisse Spargeln
1                 Apfel, ca. 150g
2                 Kartoffeln, mehligkochend (ca. 250g)
1 l               Gemüsebouillon
1 dl             Halbrahm
                   Butter zum Dämpfen
                   Salz, Pfeffer
 
 
Garnitur :
 
1 dl            Halbrahm, geschlagen
                  einige Kerbelzweige
 
 
 
Spargel rüsten und in Stücke schneiden. Apfel schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Alles in Butter andämpfen und mit der Bouillon ablöschen.
Köcheln, bis alles weich ist und gut püriert werden kann. Rahm dazugeben, würzen und nochmals aufkochen lassen.
 
Die Suppe in vorgewärmte Teller giessen und mit geschlagenem Rahm und Kerbel garnieren.




Kalbsmedaillon mit Bärlauchschaum
 
 
 600-700g        Kalbfleisch (Stotzen/runder Mocken)

4 dl                 Vollrahm
1                      Schalotte
1                      Knoblauch
100g                Bärlauch, frisch
1/2  Bund        Schnittlauch
1/2  Bund        Petersilie
                        Salz, Pfeffer


Lauch, Rüebli, Pastinaken, Sellerie


Gewürzmischung:

2                     Scheiben Ingwer
je 1    Zweig   Rosmarin und Thymian,
                       Peterlie und Schnittlauch
10                   Fenchelkörner
20                   Koriandersamen
5                     Pfefferkörner
1 TL               Curry
2 EL               Oel
                       Meersalz


Vollrahm sehr steif schlagen. Bärlauch, Petersilie und Schnittlauch zuerst fein schneiden und anschliessend pürieren. Alles in einer Schüssel mischen, gut würzen mit Salz und Pfeffer, evtl. etwas Muskatnuss. Den Schaum sofort in den Kühlschrank stellen.

Für die Gewürzmischung alle Zutaten in einen Mörser geben und richtig fein mörsern.
Alles Gemüse waschen, schälen und in feine Streifen schneiden. In etwas Oel ziemlich heiss anbraten und dann mit der Gewürzmischung abschmecken.

Das Fleisch in Medaillons schneiden. Scharf und kurz anbraten. Würzen und sofort mit dem Bärlauchschaum und dem Gemüse anrichten.

Dazu servieren wir frisches Brot oder wer Lust hat etwas feine Nüdeli.



Quarkcrème auf Rhabarber-Erdbeer-Ragout

200g             Vollrahm
200g              Rahmquark
2                    Eiweiss
100g              Zucker
1                    Orange
1                    Zitrone
1                    Limette
1                    Vanilleschote

500g              Rhabarber
500g              Erdbeeren
150g              Zucker
                      Maizena



Den Quark mit der Schale der heiss gewaschenen Zitrusfrüchte und dem ausgeschabten Mark der Vanilleschote würzen. Den Rahm steif schlagen und unterziehen. Ebenso das Eiweiss mit dem Zucker steif schlagen, auch beigeben und unterrühren.

Nun ein Sieb in eine Schüssel stellen. Das Sieb mit einem Leinentuch auslegen und die die Quarkmasse einfüllen. Für mind. 1 Std. in den Kühlschrank stellen.


Den Rhabarber waschen. Fäden ziehen und in gleich grosse Stücke schneiden. Die Stücke auf ein Blech geben und mit dem Zucker vermischen. Das Ganze für ca. 10 Min. bei 200 Grad im Ofen backen ( der Rhabarber sollte weich sein und in seinem Saft schwimmen).  Den Saft in einen Topf geben und mit ein wenig Maizena abbinden. Rhabarberragout zum eingedickten Saft geben.

Die Erdbeeren waschen, putzen und vierteln. Die geviertelten Erdbeeren zum Ragout geben und in einem tiefen Teller anrichten. Mit einem Esslöffel die Quarkcrème abstechen und auf das Ragout geben.

Tipp :

Beim Rüsten der Rhabarbern und Erdbeeren alle Fäden und Abfälle in eine kleine Pfanne geben und mit ca. 2 dl Weisswein einkochen lassen. Absieben. Nun den mit Maizena eingedickten Rhabarbersaft dazugeben.




       
 

Donnerstag, 16. April 2015

Sechseläuten, das Zürcher Frühlingsfest / Böögg-Verbrennung auch in Zürich-Seebach / Waidhof

Letzten Montag feierte die Stadt Zürich sein Frühlingsfest, das Sechseläuten . Höhepunkt des Festes ist die symbolische Verbrennung des Winters in Gestalt eines Schneemanns, genannt Böögg, auf einem riesigen Scheiterhaufen.


Bööggen-Verbrennung in der Stadt


Das Frühlingsfest beginnt am Sonntag mit dem farbenprächtigen Kinderumzug, danach folgt am Montagnachmittag der eigentliche Sechseläutenumzug.

Tausende von kostümierten Zünftern marschieren am Umzug mit, eine Menge von Zuschauern und Zuschauerinnen bevölkern die Umzugsroute und in der ganzen Schweiz verfolgen viele Leute das Spektakel inkl. Bööggverbrennung am Fernsehen.


Umzug entlang des Limmatquais


Der Name "Sechseläuten" geht aus einer einstigen Gewerbeverordnung der Zünfte, welche die Arbeitszeit der Handwerker bestimmte, hervor. Im Sommer wurde mit dem "Sechs-Uhr-Läuten" das Ende der Arbeitszeit angezeigt, während im Winter aufgrund der Lichtverhältnisse nur bis fünf Uhr gearbeitet werden konnte.



Was jedoch viele - auch Stadtzürcher - nicht wissen, ist das Verbrennen eines Bööggs in Zürich-Seebach (beinahe vor meiner Haustüre).
Diese Geschichte entstand 1978 am Stammtisch des Restaurants Restaurant Waidhof. Es wurde eifrig über das Sechseläuten und die Zünfte diskutiert und man beschloss, auch beim Waidhof ein kleines Sechseläuten durchzuführen. Sie gründeten kurzerhand eine eigene Zunft , die  Zunft zur Waid. Es war aber nie das Ziel, eine anerkannte Zunft zu sein und eine Teilnahme am offiziellen Sechseläuten-Umzug stand nie zur Diskussion.

Und so wurde aus dieser "Bier-Idee" ein Anlass, der heute jährlich immer mehr Leute am Abend des Sechseläutenmontags nach Seebach lockt. Während der Böögg auf dem Sechseläutenplatz um 18.00 Uhr angezündet wird, darf derjenige in Seebach noch ein paar Stunden länger überleben, bevor er um 21.00 Uhr von der Feuerwehr angezündet wird.

Bei beiden Bööggen wird die Zeitspanne, die vom Anzünden des Feuers bis zur Explosion des Bööggenkopfes vergeht, als Gradmesser für die Wetterentwicklung des kommenden Sommers genommen.

Während der offizielle Schneemann einen schlechten Sommer prophezeite ( er brauchte über 20 Min !), explodierte der Bööggenkopf im Waidhof nach 7 Min.

ein schönes Pendant zum offiziellen Böögg, oder ? O.K., ein wenig kleiner das Ganze

er weiss noch nichts von seinem brutalen Ende

nicht so viele Leute wie in der Stadt, aber immerhin läuft auch hier was

die Feuerwehr überwacht das Feuer

noch trotzt er dem Feuer

es ist passiert - nur noch das Gerippe bleibt übrig

am nächsten Morgen um 05.00 Uhr lodert es immer noch


Wanderung Baselbiet : Von Niederdorf BL nach Liestal

 Weil es mir im Baselbiet so gut gefiel, unternahm ich letzten Sonntag mit einem Hobbychochkollegen und seiner Frau zusammen nochmals eine Wanderung in dieser Gegend - in der Hoffnung, die ersten blühenden Kirschenbäume zu bewundern.





Vorweg, für die Blüte waren wir eine Woche zu früh - wer sich das kommende Wochenende eine wirklich eindrückliche Kirschenblüte zu Gemüte führen will, der unternehme einen Ausflug entweder ins Baselbiet oder ins Zugerland ( ist ein Versprechen!).

Nichtdestotrotz erlebten wir eine sehr schöne Wanderung mit genüsslichen Eindrücken - seht selbst :



die Waldenburgerbahn

auf dem Hügelzug, Blick Richtung Süden nach Titterten

Blick in die Jurakette

Sicht hinunter zum Ausgangsort Niederdorf

die Bienen sind fleissig am Arbeiten

Blüte ganz am Anfang - in ein paar Tagen ist er in voller Blüte - welche Pracht

Schloss Wildenstein in Sicht

schön verwunschene Gegend




Schloss Wildenstein -einzig erhaltene Hochburg im Baselland. Ein Trägerverein sorgt für vielseitige kulturelle Anlässe - klickt doch mal rein !

das haben wir vorher wirklich nicht gewusst - wir laufen beim Schloss durch einen der bedeutensten Eichenhaine, diese Baumriesen sind teilweise 520 Jahre alt

der Schlossweiher ist gegen die Baumriesen mickrig

vom Hügelzug geht's langsam hinunter nach Bubendorf


und dann: auf dem Wanderweg kreuzen wir Lindis Café  in Bubendorf   - wir können beileibe nicht vorbeilaufen, sorry. Ich genoss einen Triple-Japonais ( mmh, er war so fein wie er aussah)

optische Hingucker da und dort - in Lindis Café war ich sicher nicht das letzte Mal

logisch,  bei solch einer Begrüssung - oder ?

noch ein Hingucker

Liestal voraus