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Donnerstag, 26. März 2015

Wanderung auf dem Gürbetaler Höhenweg


Was ich mir für letzten Samstag vorgenommen hatte, fiel im wörtlichen Sinne ins Wasser. Ein Abstecher nach Arbon, zusammen mit einer Wanderung, war angesichts des Wetters kein Thema für mich.
Auch ein Grund war, dass ich diese Woche die ersten 2015-Ferienwoche mit meiner Frau verbringen werde. Wir sind jedoch nirgendwohin gefahren, sondern absolvieren je nach Wetter Tagesausflüge von zu Hause aus.

Der Wetterbericht sagte für Montag den schönsten Tag der Woche voraus. Also nichts wie los : Wir nahmen den Zug nach Bern, dort weiter mit der S-Bahn nach Kehrsatz. Wir wollten einen Teil des Gürbetaler Höhenwegs unter die Füsse nehmen.


absolvierte Wanderung - der ganze Höhenweg geht von Kehrsatz - Wattenwil


In Kehrsatz beginnt dieser Weg happig, es geht gleich ziemlich bergauf. Wir entschieden uns für die bequemere Variante, d.h. zuerst einen Capucchino beim Italiener und danach mit dem Postauto hinauf nach Englisberg. Oben angekommen, liefen wir in ca. 3 Std. bis nach Kaufdorf. Das Wetter war super, aber die Aussicht in die Berge war schlecht. Obwohl der Frühling sich in Form von Primeli und Narzissen bemerkbar machte, liess sich nicht verleugnen, dass es erst März ist und sich die Landschaft/Bäume noch nicht schön farbig zeigten.




Markierung super auf der ganzen Strecke

der Bär zeigt uns, in welchem Kanton wir uns befinden

Sicht in die Berge war milchig ( das Dreigestirn sieht man jedoch knapp)

Sicht auf den Buchberg, der zwischen Bern und Thun das Gürbetal mit dem Aaretal trennt - dahinter die Berge

immer wieder an schönen Berner Bauernhöfen vorbei - leider noch ohne Blumen beschmückt

auf dem Höhenweg - Sicht nordwärts hinunter auf Belp

Fischsuppe mit Kartoffeln und Fenchel, Schweinsfilet im Teig, Panettone-Orangen-Tiramisu - Hobbychochmenü 19.3.15

Am letzten Kochabend gab es folgendes Menü. Es war alles gut, das Highlight für mich war jedoch die Fischsuppe - die war wirklich delikat.

Fischsuppe mit Kartoffeln und Fenchel
Schweinsfilet im Teig
Panettone-Orangen-Tiramisu

Hier die Rezepte dazu
Fischsuppe mit Kartoffeln und Fenchel ( für 2 Pers. als Hauptspeise, für 4 als Vorspeise)
200g          festkochende Kartoffeln
1                Fenchel
1                kleine Zwiebel                       
1                Knoblauchzehe
2-3 EL      Olivenöl
5 dl           Gemüsebouillon
1 dl           Noilly Prat
250-300g  Zanderfilets ohne Haut
1               Bund Schnittlauch
50g           Crème fraîche
                 Salz, Pfeffer


Die Kartoffeln schälen und in 1cm grosse Würfel schneiden. Den Fenchel rüsten und in kleine Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauchzehe schälen und fein hacken.

In einer mittleren Pfanne das Olivenöl erhitzen. Zwiebel, Knoblauch, Fenchel und Kartoffeln darin 2-3 Min. andünsten, mit Salz und Pfeffer würzen.  Den Noilly Prat dazugiessen und auf grossem Feuer gut zur Hälfte einkochen lassen. Nun die Gemüsebouillon beifügen und die Suppe zugedeckt 10-12 Min. köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.

Inzwischen den Zander quer in breite Streifen schneiden. Den Schnittlauch in Röllchen schneiden.

Die Crème fraîche mit etwas heisser Suppenflüssigkeit verrühren und zur Suppe geben. Alles nochmals aufkochen und die Suppe wenn nötig nachwürzen. Dann die Zanderstreifen hineingeben und zugedeckt auf kleiner Hitze 4-5 Min. gar ziehen lassen.

Am Schluss den Schnittlauch über die Suppe streuen und sofort servieren.




Schweinsfilet im Teig (für 4 Pers.)


1             Schweinsfilet (ca. 400g)
3/4 TL    Salz, wenig Pfeffer
1 EL       Bratbutter
100g       rote Linsen, weich gekocht
2 EL       Doppelrahm
2 EL       Petersilie, grob geschnitten
1/2 TL    Salz
100g       Rohess-Speck in Tranchen
1             ausgewallter Blätterteig (ca. 25x42cm)
1             Ei, verklopft


Linsen weich kochen. Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen. Bratbutter in Bratpfanne erhitzen und Fleisch bei mittlerer Hitze rundum ca. 3 Min. anbraten, herausnehmen.

Linsen, Rahm und Petersilie zusammen pürieren, würzen. Speck leicht überlappend auf die Arbeitsfläche auslegen. 3/4 der Linsenmasse in der Länge des Filets auf dem Speck verteilen, Filet darauflegen und restliche Masse auf dem Filet verteilen. Filet mit dem Speck umwickeln.

Vom Teig quer einen Streifen von ca. 5cm abschneiden, kühl stellen. Filet auf den Teig legen. Teig über das Filet legen, mit dem Verschluss nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
Mit dem restlichen Teig garnieren, mit Ei bestreichen. Fleischthermometer an dickster Stelle einstechen.

Backen ca. 35 Min. in der unteren Hälfte des auf 200 Grad vorgeheizten Ofens (Kerntemperatur ca. 55 Grad).
Herausnehmen, vor dem Tranchieren zugedeckt ca. 5-10 Min. stehen lassen.

Dazu servieren wir einige kleine Röschen Nüsslisalat.







Panettone-Orangen-Tiramisu (für 6 Pers.)


350g         Panettone
250g         Mascarpone
250g         Rahmquark
4 EL         Milch
4 EL         Puderzucker
3               Orangen
2 EL         Puderzucker
2 EL         Orangenlikör (Grand Marnier)
1 EL         Kakaopulver



Panettone in 1cm grosse Scheiben schneiden. Mascarpone, Quark, Milch und 4 EL Puderzucker gut verrühren. Von 1 Orange den Saft auspressen, mit 2 EL Puderzucker und Likör gut verrühren.
Restliche Orangen schälen und filettieren.

Zutaten nun nacheinander in tiefe Gläser oder Form einschichten. Zuerst die Hälfte der Panettone-Scheiben darin verteilen. Die Hälfte der Flüssigkeit darüber träufeln. Orangenfilets darauflegen. Die Hälfte der Mascarponemasse auf den Orangen verteilen. Restliche Panettonestücke drauflegen, mit restlicher Flüssigkeit beträufeln. Restliche Mascarponemasse darauf verteilen.

Zugedeckt ca. 4 Std. kühl stellen. Tiramisu kurz vor dem Servieren mit Kakao bestreuen.




En Guete !










Django Unchained - Fernsehtipp / Christoph Waltz, Filmschauspieler


So, 29.3.15  20.15 Uhr   ORF1     Django Unchained   



Seit 1966, als mit Django einer der bekanntesten Italowestern entstand, versuchten viele Regisseure, dieses Original mit teilweise billigen Filmen zu kopieren, erreichten jedoch nie die Intensität dieses Urwesterns.

Als jedoch  Quentin Tarantino 2012 Django neu verfilmte, änderte sich das schlagartig. Der oscarprämierte Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler ( mit Pulp Fiction katapultierte er sich in die Topliga in Hollywood) war schon immer ein Fan des Italowesterns, viele seiner Filme enthalten Sequenzen dieses Genres.

In Django Unchained wird der Sklave Django von einem Kopfgeldjäger befreit - zu zweit rächen sie sich nun an Djangos üblem Peiniger und Sklavenhalter.

Der Film ist ein typischer Tarantinostreifen - brutale Szenen paaren sich mit teilweise makabrer Situationskomik. Die Spannung ist jedoch kaum zu überbieten, das Tempo ist von Anfang an hoch.

Wie schon im letzten Film von Tarantino - Inglorious Bastards (eine Nazi-Groteske) - spielt auch in Django Unchained ein Nebendarsteller die Hauptrolle und erhielt auch prompt seien 2. Oscar dafür.

Bis 2010 war der 1956 in Wien geborene Schauspieler Christoph Waltz ein geachteter, aber mässig berühmter Charakterdarsteller. Obwohl mit seiner amerikanischen Frau in New York und London lebend, beschränkte sich seine Bekanntheit auf den deutschsprachigen Raum, wo er in Krimis und Fernsehfilmen (u.a. die Roy Black Story) mitwirkte.

Dann trat Quentin Tarantino in sein Leben und verschaffte Waltz die Rolle eines SS-Standartenführers in Inglorious Bastards. Und er erhielt für diese schauspielerische Leistung seinen 1. Oscar als bester Nebendarsteller. Auch seinen 2. Oscar verdankt er Tarantino, in Django spielte er diesmal einen guten Deutschen - den Kopfgeldjäger Dr. Schultz, der in den Südstaaten Sklaven befreit.

Waltz verleiht seinen Figuren eine gespenstische Aehnlichkeit, spielt sie mit glitschiger Freundlichkeit. Keiner lässt das Gute so böse und das Böse so gut aussehen.

Kein deutschsprachiger Schauspieler geniesst heute in Hollywood mehr Achtung als Waltz. Seine Rollen kann er sich heute aussuchen. Letzthin wurde er mit einem Stern auf dem berühmten Walk of Fame geehrt.

Wer im Suchfeld von Google den Vornamen "Christoph" eingibt, dem empfiehlt Google als Erstes wen ? Richtig - Waltz. Unglaublich, wenn man ihn früher als Roy Black - Darsteller gesehen hat ! Obwohl -  schon dort brillierte er und holte deutsche Filmpreise ab.


Hier noch als Vorgeschmack der Trailer von Django Unchained, gefolgt von der oscarprämierten Schlüsselszene von Walz in Inglorious Bastards und zuletzt noch in der Roy Black-Story :




 





Donnerstag, 12. März 2015

Ferrero - vom italienischen Kleinbetrieb zum Weltkonzern - Nutella, Mon Chérie, Raffaello

Am Sa, 14.2.15, im Alter von 89 Jahren, starb in Monte Carlo mit Michele Ferrero ein Jahrhundertunternehmer und zugleich der reichste Italiener (mit einem geschätzten Vermögen von 27 Mia. Dollar weit vor Berlusconi).



Aus einem kleinen Familienbetrieb in Alba (Piemont) formte er den heutigen Weltkonzern Ferrero und machte die Nuss-Schokoladencreme Nutella, welche jedes Kind kennt, zu einem der bekanntesten Produkte auf dem Planeten. Die Firma gilt heute als wertvollstes Unternehmen Italiens, das sich längst global aufgestellt hat. Der Umsatz im Jahr 2014 betrug 8,1 Mia. Euro bei fast 800 Mio. Euro Gewinn. In rund 20 Ländern arbeiten heute rund 30'000 Mitarbeiter in verschiedenen Produktionsstätten von Ferrero.










Die Anfänge waren bescheiden. Vater Pietro eröffnete sein Süsswarengeschäft im Jahr 1923. Da Kakao in dieser Zeit nur begrenzt erhältlich ist, experimentiert er mit Nüssen ( es hat viele Nussbäume im Piemont). Er erfindet die Streichschokoladenusscreme, die köstlich auf Brot schmeckt.


Als sein Vater stirbt, übernimmt Michele mit 33 Jahren das Zepter. In den 50er-Jahren beschliesst er, in Deutschland eine Fabrik zu bauen. Seine Pionierleistung ist 1956 Mon Chérie, ein Praliné mit einverleibter Kirsche, das er zunächst nur in Deutschland auf den Markt bringt.





Wirklich gross wurde Ferrero, als der Chef die Schokoladencreme 1964 in Nutella umbenannte. Wenige Jahre später kam die Kinder-Schokolade auf den deutschen Markt, die ersten Ueberraschungseier gab es ab 1974.




Nicht genug damit -  die Amerikaner überzeugte Ferrero mit den Lutschdragées Tic Tac, für trendige Konsumenten kreierte er Raffaello, und übriggebliebene Nuss-Krümel verwertete er in Hanuta.





1997 übergab Michele die Leitung an seine Söhne Giovanni und Pietro Ferrero jun. ( Pietro starb 2011 an einem Herzinfarkt).


Mit Michele Ferrero starb einer der letzten wahren Patrons. Man verzieh dem Patriarchen sogar, dass er die letzten Jahre seines Lebens im steuerfreundlichen Monaco verbrachte.
Sein Unternehmen führte er stets mit harter Hand, war aber zugleich spendabel und als Chef bei der Belegschaft sehr beliebt. Der strenggläubige Katholik wollte nie ein Star sein, Zeit seines Lebens gab er nie ein Interview. Er lebte vor allem für seine Firma. Zu Sitzungen lud er seine Manager mit Vorliebe am Sonntag nach der Messe - weil die Werktage ja fürs Werken und nicht fürs Sitzen gedacht waren.


Obwohl die Holding heute ihren Sitz in Luxemburg hat, ist Ferrero bis heute nicht an der Börse kotiert. Man ist stolz darauf, sich aus eigener Kraft zu entwickeln.


Die Firmengeschichte von Ferrero ist eines dieser klassischen Beispiele aus der Blüte des italienischen Familienkapitalismus, eine Geschichte des Aufstiegs aus der kleinen Provinz in die grosse Welt, eine ferne Erinnerung.











Donnerstag, 5. März 2015

Blutorangen-Karotten-Suppe mit Ingwer, Roastbeef in Salzkruste, Brombeermousse - Hobbychochmenü 26.2.15

An unserem letzten Kochabend gab es folgendes Menü :

Blutorangen-Karotten-Suppe mit Ingwer
Roastbeef in Salzkruste, Bratkartoffeln und Gemüse
Brombeermousse
 
 


Dazu hier die Rezepte :


Blutorangensuppe-Karotten-Suppe mit Ingwer (für 4 Pers.)


500g           Rüebli
3 EL           Butter
1 EL           Mehl
1 cm           Ingwer
2                 Blutorangen
1 l               Gemüsebouillon
2 EL           Haselnüsse
1/2 Bund    glattblättrige Petersilie
                   Salz, Pfeffer





Rüebli rüsten und klein schneiden. Von einem Orangenviertel mit einem Messer die Schale abziehen und für die Garnitur in feine Streifen schneiden. Orangen auspressen.  Ingwerstück schälen.

In einer Pfanne die Rüebli in Butter andünsten, mit Mehl bestäuben und kurz weiterdünsten. Ingwerstück und Orangensaft dazugeben, mit 7 dl Bouillon ablöschen. Suppe zugedeckt kochen, bis die Rüebli weich sind.

Ingwer entfernen und Suppe mit Stabmixer pürieren.. Wenn nötig, noch mit etwas Bouillon verdünnen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer noch etwas mehr Schärfe mag, raffelt noch vom Ingwer in die Suppe.

Für die Garnitur Haselnüsse nicht zu fein hacken. In einer Pfanne ohne Fett hell anrösten. Petersilie fein hacken. Nüsse mit Petersilie mischen und zusammen mit Orangenstreifen die Suppe damit garnieren.





Roastbeef in Salzkruste ( für 4 Pers.)


600g               Entrecote am Stück
2 EL               Sonnenblumenöl
1 EL               grob gemahlene Pfefferkörner
4 Zweige        Thymian
1kg                 Meersalz
6                     Eiweiss

Sauce :

2 dl                 Saucenhalbrahm
0, 2 dl             Cognac
1/2 Briefchen Safran







Fleisch im Oel rundherum ca. 6 Min. anbraten. Mit Pfeffer und Thymianblättchen bestreuen.
Salz mit Eiweiss mischen. Mit dem Mixer rühren, bis die Masse geschmeidig und leicht luftig ist.

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Knapp die Hälfte der Salzmasse auf ein mit Backpapier  ausgelegtes Backblech geben. Fleisch darauflegen und mit der restlichen Masse umschliessen. Masse leicht andrücken. Fleisch in der Ofenmitte ca. 35-40 Min. braten.

Mit einem Kerntemperaturmesser durch die Salzkruste bis in die Mitte des Roastbeefs stechen. Das Fleisch muss eine Kerntemperatur von 52-55 Grad erreichen, es soll innen noch rosa sein.

Fleisch aus dem Ofen nehmen,  die Salzkruste mit einem Messer rundum bis zum Fleisch durchschneiden, Salzdeckel abheben. Roastbeef aus dem Salzkrustenboden heben.  Salz vom Fleisch abpinseln. Fleisch in Alufolie wickeln und ca. 5. Min. bis zum Aufschneiden stehen lassen.


Für die Sauce Saucenhalbrahm, Cognac und Safran zusammen einköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Dazu servieren wir Bratkartoffeln und Gemüse





Brombeermousse ( für 4 Pers.)


250g            QimiQ Classic, ungekühlt ( Halbrahm mit Gelatine)
250g            Brombeeren
2-3 EL         Honig
2 EL            Zucker
1,25 dl         Vollrahm, geschlagen
                    Brombeeren und Zitronenmelisse zum Dekorieren


Ungekühltes QimiQ glatt rühren. Brombeeren und Honig dazugeben und mit einem Stabmixer pürieren. Geschlagenen Rahm unterheben.
Mousse in Gläser abfüllen und mind. 4 Std. kühlen lassen.

Mit ein paar auf die Seite gestellte Brombeeren und Zitronenmelisseblätter dekorieren und servieren.