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Montag, 31. März 2014

Blumeninsel Mainau / Konstanz : Ausflugstipp

Insel Mainau
Die Mainau, die drittgrösste Insel im Bodensee (45ha Fläche), wird zu recht Blumeninsel genannt - beherbergt sie doch einen der schönsten Parks der Welt. Sie ist im Besitze der schwedisch stämmigen Adelsfamilie Bernadotte (Geschäftsführerin der Mainau GmbH ist Gräfin Bettina). Der 2004 verstorbene Graf Lennart Bernadotte gestaltete den damals verwilderten Park zu einem einzigartigen Blumen-und Pflanzenparadies um und machte die Insel der Oeffentlichkeit zugänglich. Neben dem Blumenmeer gehört das Arboretum zum Herzstück der Insel -  ein Park mit einem über 150 Jahre alten Baumbestand (500 Arten Bäume).
Ein Besuch der Mainau lohnt sich immer : Im Frühling ( ca. 400 Sorten Tulpen), Ende März - Ende Juni (ca. 200 Rhododendren), im Sommer, wenn die Rosen blühen (30'000 Rosenstöcke, ca. 1200 Sorten) oder im Herbst, wenn die Dahlien die Besucher erfreuen ( 20'000 Dahlienbüsche, ca. 250 Sorten).

Nebst der Blumenvielfalt beherbergt die Insel noch das grösste Schmetterlingshaus Deutschlands, wo die Falter über die Köpfe der Besucher hinwegflattern. Aus nächster Nähe können die rund 120 Arten aus aller Welt bestaunt werden. Im Tropenhaus findet immer das 1. Highlight des Jahres statt - die Orchideenschau. Diese Schau ist noch bis Ende Mai auf der Mainau zu besichtigen, sie gilt als eine der bedeutendsten Europas (3000 Orchideen).
Auch verhungern muss hier niemand, es gibt verschiedene Restaurants auf der ganzen Insel verstreut ( wir assen letzte Woche sehr feine Kratzerknusperli in der Schwedenschenke).

Auf einem Werbevideo könnt ihr euch auf einen Mainau-Besuch einstimmen. Ehrlich, es lohnt sich !
Der Eintritt kostet zwar Euro 18.-- ( wenn man jedoch die ganze Pracht sieht und die Arbeit, wo dahinter steckt, kann man erahnen, was das alles kostet). Meine Frau kaufte sogar eine Jahreskarte für Euro 47.-- ( mit 3 Besuchen ist man damit schon im Plus ).

Logisch, wir waren natürlich für diesen Mainau-Ausflug mit dem öV unterwegs. Ein direkter Zug bringt dich ab Zürich nach Konstanz, ab da mit Bus Nr. 4 in 15 Min. nach der Insel Mainau. Praktisch, oder? Und die Zugfahrt mit dem Turbo über den Seerücken, bei Sicht die ganze Bergkette vor dir - was gibt es Schöneres. Man kann auch mit dem Schiff ab Konstanz oder Kreuzlingen zur Mainau - es gibt entsprechende Kombibillette.
Bei so einem Tagesausflug kannst du natürlich die Insel Mainau ideal mit einem Bummel durch Konstanz verbinden. Die Altstadt ist absolut sehenswert - nur hat Konstanz das ganze Jahr durch sehr viele Touristen.  Darum mein Tipp: wer es nicht so eilig hat, besichtigt die Stadt erst ab 17.00 Uhr ( viel weniger Leute) - praktisch alle Geschäfte haben offen bis 20.00 Uhr (wir nehmen immer den direkten Zug  um 19.00 Uhr retour nach Zürich ). Die Strandpromenade von Konstanz lädt natürlich auch zu einem Bummel ein - man kann am See entlang zum Kreuzlinger Hafen spazieren (grosser Autoparkplatz - wer mit dem Auto nach Konstanz anreist, kann bequem hier parkieren und zu Fuss in 10 Min. zum Shoppen laufen). Der Seepark am Kreuzlinger Hafen ist sehr gross und bietet sich auch zum Erkunden an.
Hier noch ein paar Fotos von unserem Mainau-Besuch:
im Schmetterlingshaus


Schloss Mainau

Orchideenschau




Insel-Impressionen







Donnerstag, 27. März 2014

Avenches (Amphitheater) - Murten - Nidelkuchen : Ausflugstipp

Route Zug - Bus - zu Fuss - Zug
In dieser Ferienwoche geniessen meine Frau und ich wieder mal das Reisen mit dem GA - am Dienstag fuhren wir mit dem Zug nach Fribourg (grosse, unterirdische Autobusstation) und von dort mit dem Bus weiter nach dem mittelalterlichen Städtchen Avenches, welches unter dem Namen Aventicum in der Römerzeit die bedeutendste Stadt in der Schweiz auf dem Transitweg Rhonetal-Germanien war. Noch heute zeugen Reste von einem römischen Theater davon. Das imposanteste Bauwerk war und ist heute noch das am besten erhaltene Amphitheater in der Schweiz. Zu seinen unrühmlichen Glanzzeiten (es fanden darin Gladiatorenkämpfe und Kämpfe Tier/Mensch statt) fanden darin 16'000 Personen Platz ( im Gegensatz dazu: in Augusta Raurica waren es deren 6000). Heute finden darin Opernaufführungen und Rockkonzerte statt.
Avenches
Es lohnt sich auch ein Rundgang durch die Gassen des schmucken Städtchens und dem Schloss. Wir assen im "Restaurant des Arcades" ein sehr feines Menü bestehend aus Suppe, Salat, Steak de cheval ( beinahe ein Muss im Welschland, wenn mans gerne hat) mit Pommes allumettes + 1 kleiner Dessert. Und dies alles für - Achtung! - Fr. 19.--. Und das Essen hat uns absolut nicht aufgelegen, was für die Qualität sprach. Das Restaurant war von aussen ziemlich unscheinbar, und darin waren wir die einzigen Touristen inmitten Einheimischer. Und es war gut besetzt. Alles so kleine Details, die wir zurAuswahl möglicher Esslokalitäten einbeziehen.

Nach Besichtigung Avenches gings mit dem Zug eine Station weiter Richtung Murten nach Faoug an den Murtensee. Von dort liefen wir dem See entlang nach Murten/Morat mit seinem schönen Schloss und der malerischen Altstadt ( sie erinnert uns an Bern mit seinen Lauben). Seht hier einen kleinen Werbefilm über Murten
Als Andenken musste ich natürlich noch unbedingt bei der Bäckerei in Murten vorbeischauen - Bäckerei Aebersold - und ein Stück der legendären Murtener Spezialität, nämlich dem Nidelkuchen , kaufen. Der Nidelkuchen von Aebersold ist eigentlich eine verbesserte Art (leichter und rahmiger) des "Gâteau de Vully", welcher in der Region von Vully zubereitet wird. In einer der Sendung von"Myriam und die Meisterbäcker (mein 1. Blog) wurde der Nidelkuchen auch vorgestellt. sehen sie diesen Beitrag hier nochmals :

http://www.srf.ch/sendungen/myriam-und-die-meisterbaecker/2-staffel/myriam-bei-ulrike-aebersold-hueterin-des-perfekten-nidelkuchens
(für das Rezept "Mehr zum Thema Nidelkuchen" anklicken)

Retour fuhren wir mit dem Zug via Kerzers - Bern nach Zürich.


Steak de cheval + Pommes allumettes in Avenches

Amphitheater mit Schloss

Schloss Avenches

Schloss Avenches

Murtensee mit Sicht auf Mont Vully

dahinter der schneebedeckte Chasseral

Murten

ohne Worte

Murten


Auf der Ringmauer von Murten



Sicht aufs Schloss Murten

habt ihrs gewusst? Pfarrhaus von Murten




Montag, 24. März 2014

Blauschimmelkäse - Jersey Blue/Städlichäsi Lichtensteig

Schimmelkäse ist ein Käse, dessen Aussehen, Konsistenz und Geschmack durch Beigabe von einem ungiftigen Pilz, dem Edelschimmel, bestimmt ist. Im Gegensatz zu Weissschimmelkäse ( Camembert, Brie) oder Rotschimmelkäse ( St-Albrey, Chaumes), bei denen der Schimmel nur auf der Oberfläche appliziert wird, durchziehen die blau-grünlichen Edelschimmelpilze den Blauschimmelkäse aderartig von innen nach aussen. Der Käse wird mit Schimmelkulturen geimpft, d.h. man sticht mit langen Nadeln ( heute geschieht dies maschinell ) in den Käse - man nennt dies "Pikieren". Dadurch zirkuliert in den Stichkanälen Sauerstoff, was für gleichmässiges Wachstums der Schimmelkulturen sorgt.
Durch den Schimmelbefall, gepaart mit der Intensität der Reifung, erhalten diese Käse ihren besonderen, unverwechselbaren Geschmack. Die bekanntesten Blauschimmelkäse sind der Gorgonzola aus Norditalien, der Roquefort aus Frankreich und der Blue Stilton aus England.
Felsen von Combalou
Roquefort
Der Roquefort erhielt 1925 als erster französischer Käse das AOC-Siegel, er wird ausschliesslich in der kargen Region Rouergue produziert. Der Käse, welcher aus Schafsmilch hergestellt wird, reift in den Gewölbekellern der insgesamt 17 Höhlen der Felsformation von Combalou.


Blauschimmelkäse mit Aprikosenkompott
( 200g Dörraprikosen gewürfelt mit 2dl Weisswein weich köcheln)
Blauschimmelkäse schmecken "pur" auf bzw. zu Brot/Toast oder mit Birnen zusammen, aber auch als Desserkäse zu einem Glas Portwein oder Sauternes. In der warmen Küche ist die Gorgonzolasauce sehr bekannt.
Auch Flammkuchen mit Blauschimmelkäse ist schmackhaft, lese dazu das Rezept aus der Saisonküche.



Aber auch in der Schweiz wird Blauschimmelkäse hergestellt - und was für einen ! Es ist ja so, dass in unserem Land nur noch innovative Kleinkäsereien nebst den Grossmolkereien wie Emmi überleben können. Ein solcher ist Willi Schmid aus der Städtlichäsi Lichtensteig im Toggenburg. Sein Jersey Blue wurde schon mehrfach ausgezeichnet...




Jersey Blue





Donnerstag, 20. März 2014

Beliebtester+ ältester deutscher Fernsehkrimi / alle Ermittlerteams, 1.Tatort 1970 + mit Nastassja Kinski zum Anschauen







Tatort ist die am längsten laufende und beliebteste Krimiserie im deutschen Sprachraum - die 1. Folge wurde am 29. Nov. 1970 im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Die Zuschauerzahlen sind heute - nach über 45 Jahren - zwar nicht mehr so hoch wie früher, erreichen aber immer noch Spitzenquoten. 2013 verfolgten in Deutschland durchschnittlich 9,3 Mio. Zuschauer eine neue Tatort-Folge.
Die Idee zum Tatort war, eine neue Krimiserie zu entwickeln, welche als Antwort auf den ZDF-Krimi "Der Kommissar" gelten soll. Zum einmaligen Konzept passt auch der Vorspann, welcher seit der 1. Folge nie wirklich verändert wurde - die Zuschauer wissen, was kommt, wenn auf das sich umschauende Augenpaar und die rennenden Beine auf nassem Asphalt das Auge im Fadenkreuz erscheint ( der Schauspieler erhielt für diesen Dreh damals einmalig 400 DM).
 Die ca. 35 neuen Tatort-Krimis im Jahr werden zum Teil im eigenen Produktionsbetrieb der einzelnen Rundfunkanstalten (WDR/NDR) erstellt, um so die finanzielle Last zu verteilen - das durchschnittliche Budget beträgt pro Folge ca. 1,2 Mio. Euro. Der Tatort passt sich dem Wandel der Zeit an, es werden immer wieder gesellschaftlich brisante Themen in einer populären Form aufgegriffen, die Serie erhält auch immer wieder Fernsehpreise für einzelne Folgen. Anders als die meisten Krimiserien finden die Tatort-Folgen an verschiedenen Einsatzorten statt, wo jeweils ein Ermittlerteam Hauptdarsteller des Krimis ist. Derzeit sind 18 Teams in Deutschland im Einsatz, zusätzlich eines aus Luzern und aus Wien. Dadurch erhält der Tatort auch Lokalkolorit: die jeweiligen regionalen Besonderheiten der Stadt oder der Gegend, in der ermittelt wird, werden in die Handlung einbezogen. Im Laufe der Zeit sind mehr als 80 Ermittler in Erscheinung getreten, viele sind inzwischen wieder abgetreten. Zu den damaligen Hauptfiguren gehörten unter anderem Kommissar Bienzle, der von 1992-2007 in Stuttgart ermittelte, Kommissar Brinkmann, welcher stets mit Fliege von 85-01 in Frankfurt Kommissar war, aber auch der Schauspieler Fritz Eckhardt als Marek, welcher für Wien zuständig war. Ueberhaupt waren und sind gestandene Schauspieler laufend in den Tatorten tätig, man denke an Manfred Krug, welcher von 84-01 als Kommissar Stoever zusammen mit Brockmöller in insgesamt 41 Folgen ein erfolgreiches Team darstellten - inkl. Jazzeinlagen. Oder Götz George, welcher als Schimanski Erfolge feierte, weil er einen völlig anderen Typ Kommissar spielte. In einer Beliebtheitsumfrage wurde Schimanski übrigens auf den 1. Platz aller Tatort-Kommissare gewählt. Auch Gastauftritte gab es - man denke nur an die Folge "Reifezeugnis" von 1977, in der Nastassja Kinski auftrat und für  ihren freizügigen Auftritt ziemlichen Wirbel sorgte damals ( es war ihr Durchbruch im Film).

Einsatzorte der Tatort-Teams
Zu den Dienstältesten, noch aktuellen Teams gehören diejenigen aus Ludwigshafen ( Lena Odenthal, Kopper, ab 1989), aus München ( Batic, Leitmayr, seit 1991) sowie aus Köln ( Ballauf,Schenk, seit 1997).   Hier seht ihr auf einen Blick, welche Teams wo ermitteln.
Wie ihr sicher schon bemerkt habt, bin ich Tatort-Fan (nicht von der 1.Stunde an, aber ich schaute diesen Krimi schon zusammen mit meinen Eltern). Jeder hat hier seine Lieblingsteams, dies ist natürlich wieder absolute Geschmackssache. Meine Favoriten sind das Kölner-Team, gefolgt von den Münchner Ermittlern, den Wienern sowie den Kielern. Das Münster-Team, welches seit langem immer auf Platz 1 der Zuschauerquoten liegt, schwankt zwischen Genialität und zeitweise Abstrusem  - unterhaltend ist es aber allenthalben.



Teams aus Köln (links) + München (rechts)


Wiener Schmäh



Borowski/Brandt aus Kiel




Noch ein paar Worte zum Hamburg-Tatort mit Til Schweiger: Auch wenn der 2. Tatort mit Schweiger, der vor ein paar Wochen lief, ein grosse Zuschauerquote hatte : Sorry, liebe Fans von Til Schweiger, aber solche Action-Bumm-Bumm-Orgie (19 Tote) sind nicht Tatortwürdig und lassen die ansonsten sehr gute, qualitative auf hohem Niveau stehende Krimireihe in einem schlechten Licht erscheinen. (PS: Die Quote wurde übrigens 1 Woche später mit einem neuen Tatort überflügelt - zum Glück ist die Tatort-Fangemeinde eher kritisch eingestellt!)


 Hier noch ein " Zückerli" für Tatort-Liebhaber : Seht den 1. Tatort vom 29. 11.1970 + derjenige mit Nastassja Kinski und Christian Quadflieg





Montag, 17. März 2014

Rüebli-Wirz-Salat / Pouletbrüstchen mit Salbei+Wirz/Zimt-Panna-Cotta / Geburtstagessen für Sohn

Vorletzten Samstag - der Tag, an dem damals der Zugunfall geschah - hatte mein älterer Sohn Geburtstag. Ich lud ihn zu uns zum Geburtstagsessen ein - schlussendlich waren wir 6 Personen, für die ich kochte. Da die Schwiegermutter unbedingt eine selbstgemachte, von allen geliebte Linzertorte mitnehmen wollte, musste ich mich nur auf 2 Gänge beschränken.
Hier nun das komplette Menü (mit dem Dessert, um das ich ja herum kam). Leider diesmal ohne Fotos, sorry - wird mir nicht mehr passieren!)

Rüebli-Wirz-Salat mit Avocado (für 4 Pers.)

1   EL   Zitronensaft
1   EL   Rapsöl
3   EL   Joghurt nature
1/4TL   Salz
             wenig Pfeffer

200g    Wirz
300g     Rüebli
1           Avocado
2   EL   Sesam


Zitronensaft bis und mit Pfeffer in eine Salatschüssel geben und mit dem Schwingbesen verrühren.
Wirz in feine Streifen schneiden, in die Sauce geben und vermischen. Rüebli schälen, grob raffeln, zum Wirz geben und ebenfalls mischen.
Avocado halbieren, Stein entfernen und schälen. Die eine Hälfte in Würfeli schneiden und unter den Salat mischen, die andere Hälfte in Schnitze schneiden, evtl. mit wenig Zitronensaft bestreichen. Sesam ohne Fett in der Bratpfanne nur leicht rösten ( wird sonst bitter).
Den Salat auf Teller verteilen, Sesam darüber streuen und die Avocadoschnitze dekorativ dazu legen.


Ueberbackene Pouletbrüstchen mit Salbei und Knoblauch
(für 4 Pers.)

1    EL  Bratbutter
4           Pouletbrüstchen
1    dl    Weisswein
10  g     Kochbutter
1    EL  Mehl
2,5 dl   Hühnerbouillon
1    dl   Rahm
120 g   Greyerzer, gerieben
            Pfeffer, Muskat
12        Blätter Salbei
2-4       Zehen Knoblauch
1   EL   Bratbutter


Bratbutter in der Bratpfanne erwärmen, Pouletbrüstchen während 2-3 Min. anbraten (erste 30 Sek. höchste Hitze, dann Hitze um 2 Stufen reduzieren), aus der Pfanne nehmen und würzen. Mit Weisswein Bratensatz auflösen, Pfanne beiseite stellen.
Kochbutter in einer kleinen Pfanne schmelzen lassen, auf mittlere Hitze zurückstellen. Mehl beigeben, unter Rühren (Schwingbesen) während 1 Min. andünsten. Hühnerbouillon dazugeben, unter Rühren aufkochen und aufgelösten Bratensatz beigeben. Rahm dazugeben, auf kleiner Stufe während 3 Min. köcheln lassen. Die Hälfte des geriebenen Käses dazugeben und mit Pfeffer und Muskat abschmecken.
Die Pouletbrüstchen in eine Gratinform legen, die Käsesauce darüber giessen und mit dem restlichen Käse bestreuen. In der Mitte des auf 220 Grad vorgeheizten Ofens während 13 Min. gratinieren.
Salbeiblätter in Streifen schneiden, Knoblauch in feine Scheiben schneiden. Zusammen mit Bratbutter in Pfanne bei mittlerer Hitze knusprig braten. Beim Anrichten über das Fleisch streuen.

Dazu servierte ich Langkornreis und Broccoli.


Zimt - Panna-Cotta (für 4 Pers.)

4   dl    Halbrahm
1/3       Vanilleschote, längs halbiert
1          Stange Zimt, in 4-5 Stücke gebrochen
3 Blatt  Gelatine
50-60g  Zucker
2           Orangen, filetieren (siehe unter Rezepte Hobbychöche 1/14)
einige    Pistazienkerne


Halbrahm, Vanilleschote und Zimtstange in Pfanne aufkochen, vom Herd nehmen und 15 Min. zugedeckt ziehen lassen.
 Gelatine in reichlich kaltem Wasser einweichen. Zucker unter Rühren zum Rahm geben, nochmals aufkochen und in ein Litermass absieben. Vanilleschote auskratzen und Samen zum Rahm geben. Gelatine gut ausdrücken und unter Rühren mit Schwingbesen zum Rahm geben. In 4 kalt ausgespülte Dessertförmchen einfüllen und abkühlen lassen, bis Masse am Rande leicht geliert. Danach mit Klarsichtfolie zudecken und während ca. 4 Std. (oder am besten über Nacht) fest werden lassen.
Die Panna-Cotta vorsichtig dem Formenrand nach lösen (geht am besten mit Messer), auf Dessertteller stürzen und mit Orangenschnitzen und Pistazienkernen garnieren.









Donnerstag, 13. März 2014

Game of Thrones - beste Fantasyserie aller Zeiten im Fernsehen

Zum Glück habe ich eine Setup-Box, die mir all die guten Serien, die im Fernsehen gezeigt werden, aufnimmt. Gegenwärtig schaue ich mir die Fantasy-Serie Game of Thrones an, wo im TV vor nicht langer Zeit innerhalb einer Woche alle 3 Staffeln ausgestrahlt wurden. Zugegeben, es ist sonst nicht  mein Genre - Herr der Ringe oder jetzt auch die Hobbit-Filme sprechen mich weniger an - aber hier mache ich definitiv eine Ausnahme. Game of Thrones gilt schon jetzt als beste Fantasy-Serie aller Zeiten - sie spielt in einer fiktiven Welt, wo die Sieben Königreiche sich gegenseitig bekämpfen. Die schauspielerischen Leistungen können sich durchwegs sehen lassen und die teilweise düstere Atmosphäre trägt immens zur Spannung bei. Es ist aber beileibe kein romantischer Film, es wird gekämpft und gehurt wie im alten Rom unter Caligula.

Und dann geht Homeland in die 3. Runde - sprich 3. Staffel (siehe unter Fernsehserien), jeden Sonntagabend auf Sat1 - Prädikat: Sehenswert !

Ihr seht, ich habe es gegenwärtig streng - grins. Und dann ist noch der Blog, der nachgeführt werden will. Und an den Wochenenden will man ja noch etwas unternehmen - sprich wandern.

Kann man nicht von der Pension 2-3 Monate vorbeziehen ? -  ich wäre sofort bereit dazu.

Hier noch der Trailer zu Game of Thrones ( die 4. Staffel wird das TV-Ereignis 2014) :

Montag, 10. März 2014

Hobbychöche - Menü 6. März 2014: Ceviche/Enchilada de Pollo/Dulce de Pina

Hier wie versprochen das am letzten Donnerstag gekochte Menü der Hobbychöche. Diesmal kochten wir Mexikanisch, da der Chef dieser Chochete in Mexiko aufgewachsen ist und die dortige Küche noch sehr gut kennt.

Ceviche - mexikanisches Sushi (für 4 Pers.)

1/2 kg  Fischfilet ( weisser Fisch mit festem Fleisch, z.B. Dorsch )
            Saft von 3 Limetten
1          kleine Zwiebel, gehackt
            etwas frischer Koriander, geschnitten
150g    kleine Tomatenwürfel
1-2      frische, grüne Chili ( wer scharfes Essen nicht so liebt, nimmt nur
           eine und entkernt sie)
            Salz
1-2      Avocados in Streifen zur Dekoration

        

Fisch in mundgerechte Stücke schneiden und im Limettensaft einlegen, zugedeckt für ca. 2 1/2 Std. in den Kühlschrank stellen (Fischt gart in dieser Zeit in der Säure). Limettensaft ableeren, gehackte Zwiebeln, Tomatenwürfel und geschnittenen Koriander zum Fisch geben. Chili fein hacken und mit Olivenöl beigeben. Alles miteinander vermischen und mit Salz abschmecken. Zusammen mit Avocados auf Teller anrichten. Gut schmecken Salzcrackers dazu.


Enchilada de pollo - gefüllte Tortillas mit Huhn

12 Tortillas aus Maismehl (Original im Mexico-Shop in Zürich)

600 g   Pouletbrust
1          Zwiebel
1          Knoblauchzehe
1-2       Chilischoten
150g    Tomatenwürfel
6 EL    Crème fraîche
150g    Mozzarella ,in Würfel geschnitten
            Oel, Salz, Pfeffer, getrocknete Pfefferschoten, frischer Koriander

Knoblauch, Zwiebel, Chilischoten schälen und klein schneiden. Pouletbrust waschen und trocken tupfen, anschliessend in Stücke schneiden und im heissen Oel anbraten. Zwiebel und Chilischoten zufügen und mitanbraten. Tomatenwürfel beifügen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, alles ca. 15 Min. leicht köcheln lassen. Crème fraîche und geschnittenen Koriander unterrühren.
Dazwischen Tortillas ( leicht nass machen)  in einer Pfanne ohne Fett wärmen, bis sie geschmeidig sind. Zuletzt dem Poulet noch Mozzarella beifügen, ohne dass dieser noch schmilzt. Tortillas auf einer Seite mit Füllung belegen, rollen und anrichten.



Arroz Mexicano - mexikanischer Reis

1         Tasse Langkornreis
1         Würfel Hühnerbouillon
1         Karotte, in kleine Würfel geschnitten
1         Tasse Erbsen
2         mittelgrosse Tomaten
1/2      Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, Oel, Salz, 1 Bund frischer Koriander

Reis in kochendem Wasser garen (ca. 12 Min.), Wasser entleeren und auf Seite stellen. In einer Pfanne mit Oel Zwiebel + Knoblauch anbraten, Reis dazugeben und kurz mitbraten. Tomaten , Karotte und Erbsen dazugeben, mit Bouillon ablöschen und leicht köcheln lassen, bis Gemüse bissfest ist. Zuletzt mit Koriander abschmecken.




Dulce de Piña - mexikanisches Ananas-Dessert

1        Ananas
125g  Zucker
3 EL  Limettensaft
3        Eigelb
125g  Rahm
1        Päckchen Vanillezucker
30g    Mandeln mit Haut

Ananas schälen, halbieren und Strunk herausschneiden. 2 dünne Scheiben Ananas zum Garnieren abschneiden, restliches Fruchtfleisch sehr fein schneiden.
Zucker und 100ml Wasser bei schwacher Hitze unter Rühren ca. 5 Min. köcheln lassen. Limettensaft und Fruchtfleisch zufügen und abkühlen lassen. Eigelb verquirlen und unterrühren. Rahm und Vanillezucker steif schlagen und unterziehen. In Dessertschalen füllen und ca. 30 Min kalt stellen. Vorbereitete Ananasscheiben vierteln und zum Verzieren auf die Desserts verteilen. Mandeln grob zerkleinern und darüber streuen.





   
   


Freitag, 7. März 2014

Bahnunfall Zürich-Affoltern - 8. März 1994

Entgegen meinem Prinzip, jeweils Mo + Do einen Blog zu schreiben, ausnahmsweise hier einen Bericht zwischendurch :

Morgen Samstag jährt sich ein Ereignis, welches sich vor 20 Jahren an meinem Wohnort Zürich-Affoltern ereignete und in allen Medien für Schlagzeilen sorgte. Am Sa, 8. März 1994, kurz nach 08.00 Uhr vormittags, entgleiste am Bahnhof Affoltern ein Kesselwagen eines Zugs mit gefüllten Tankwagen. Wenn ihr den Film anschaut, staunt man noch heute, dass es keinen grösseren Schaden oder Tote gegeben hat. 3 Personen wurden schwer verletzt, darunter eine Reiterin, welche am Katzenbach (500 m entfernt) unterwegs war und durch einen umherfliegenden Kanalisationsdeckel getroffen wurde !
Wir wohnten damals noch in einem grossen Mehrfamilienhaus, ca. 300m vom Bahnhof weg - im Keller sind in den Kanalisationsdeckeln Risse entstanden.

Seht hier einen Film vom Unfall (eindrücklich ist die Explosion der Kanalisation).




So, und nun wünsche ich allen schöne Frühlingstage - der Schnee kann bleiben, wo er ist - ins Unterland muss er nicht mehr kommen !



Donnerstag, 6. März 2014

Jucker - Farm / Seegräben / Pfäffikersee : Ausflugstipp


Seegräben
Im idyllisch, auf der Anhöhe zwischen  Aathal und dem Pfäffikersee gelegenen 1300-Seelen-Dorf Seegräben, ist an Wochenenden im wahrsten Sinn die "Hölle" los - eine wahre Invasion von Menschen (die meisten davon motorisiert) überfällt dieses Dorf. "Schuld" daran ist der Erlebnishof der Firma Jucker AG, welcher in den letzten Jahren immer grösser und für Besucher attraktiver wurde.



Jucker-Farm
Den beiden Jucker-Brüdern ist es gelungen, den Obstbetrieb des Vaters in einen vielseitigen Erlebnis-Bauernhof umzuwandeln. Die Jucker Farm produziert und kultiviert Nahrungsmittel -  ein Erlebnis für die ganze Familie ist die Selberpflückanlage von diversen Früchten, aber auch die 2 Aepfel-Irrgärten, wo man zwischen 2900 Bäumen allerhand Informationen über die Früchte erfährt. Im hofeigenen Restaurant kann man feine Sachen essen, im Hofladen eigene Produkte kaufen - die Kinder können sich im Geisslipark  oder auf dem Naturspielplatz vergnügen. Das absolute Highlight der Jucker-Farm ist die schweizweit grösste Kürbisausstellung, die alljährlich von Ende August bis Anfang November stattfindet. Nun haben die innovativen Brüder wieder etwas Neues ausgeheckt. Jahrelang haben sie nach etwas gesucht, um die Jucker Farm auch im Winter zu beleben und einen Teil ihrer ca. 150 Mitarbeiter auch in der Zwischenzeit zu beschäftigen. Dabei kamen sie auf das Material Stroh, welches seit Generationen zur Versorgung der Tiere auf dem Hof lagert. Und sie riefen das Strohfestival ins Leben, welches von Januar - Mai stattfindet. Auf dem Hof finden sich verschiedene, überlebensgrosse Figuren und Objekte aus Stroh - manche davon begehbar.

Aber eben, die Schattenseite davon ist der bald ganzjährige Ansturm auf das Dörfchen Seegräben - die Einwohner sind nicht so gut zu Sprechen auf ihren bekannten Nachbarn - der Gemeinderat überlegt sich Massnahmen, um diesem Treiben Einhalt zu bieten. Die Juckers argumentieren, sie hätten in Aathal einen grossen Parkplatz und einen Shuttle-Bus zur Farm eingerichtet. Der neuste Coup: Geplant ist eine Seilbahn von Aathal zur Farm  - was jedoch noch in weiter Ferne liegt. Eine allfällige Realisation würde noch mind. 10 Jahre dauern.
Man kann den Besuchern nur raten, nicht mit dem Auto anzureisen - eine kleine Wanderung von Pfäffikon dem See entlang zum Erlebnishof ist sehr zu empfehlen ( rechte Seeseite), insbesondere bei schönem Wetter - die Sicht in die Alpen ist überwältigend. Nach einem Abstecher zum Jucker hinauf kann man noch durchs Moor nach Wetzikon laufen ( Wanderzeit ca. 2  Std ). Man kann auch den See in rund 2 1/4 Std. umrunden.


Wandervorschläge

Strohfestival


PS: Heute ist Kochabend, am Montag könnt ihr hier das Menü lesen.














Montag, 3. März 2014

Eierkuchen - Omelett - Crêpe

Was wir in der Schweiz als Omelett bezeichnen, wird international Eierkuchen genannt ( ein richtiges -französisches - Omelett wird ohne Mehl zubereitet).  Die Eierspeise wird mit Mehl, Wasser, Eier + Milch zu einer Masse angerührt, die dann in einer Pfanne zu einem flachen Fladen gebacken wird.

Eierkuchen nach dem Wenden
Crêpeherstellung
Grundteig Omelett (CH) : 200g Weissmehl, 2dl Wasser, 2dl Milch, 1 Brise Salz, 4 Eier (für süsse Variante + 2-3 EL Zucker). Den Teig lässt man vor dem Backen noch 1/2 Std. ruhen. Die dünne Version des Eierkuchens ist die Crêpe, die aus der französischen Bretagne stammt und dort in süsser Form genossen wird ( die salzige Version wird Galette genannt). In anderen Regionen Frankreichs sowie in anderen Ländern wird die Crêpe süss sowie auch pikant gegessen. Der Crêpeteig ist dünner + flüssiger (weniger Mehl + Eier) als der Omelettenteig und wird traditionell auf der Crêpière mit einem Teigrechen hergestellt - so wird er hauchdünn. Man kann die Omelette mit süssen oder mit    pikanten Füllungen zubereiten.


süsse Füllungen                                                      pikante Füllungen
Kompottfrüchte oder Apfelmus                             Gemüse (zuerst mit Bouillon dünsten)
Vanille-oder Zitronencrème                                   Frischkäse aller Art oder geriebener Käse
frische Beeren oder Konfitüre                                Kräuter, Pilz- oder Hackfleischsauce
süsse Quarkfüllung                                                 Schinkenscheiben

Der Teig wird in die Mitte der nicht zu heissen, gut ausgebutterten Pfanne gegeben und durch Schwenken auf dem ganzen Boden verteilt - je mehr Teig man nimmt, umso dicker wird der Eierkuchen. Nach wenigen Minuten die Omelette kehren und auf der anderen Seite backen. Vor dem Servieren die Füllung auf der einen Seite verteilen und die Omelette falten.



 
Palatschinken

In  Deutschland nennt man den Eierkuchen Pfannkuchen, in Italien Frittata, in Spanien Tortilla (mit Kartoffeln + Zwiebeln) und in Oesterreich ist es der Palatschinken (süss, gerollt). Der berühmte Kaiserschmarrn wird wie der Eierkuchen zubereitet, vor dem Wenden wird er aber in der Pfanne zerteilt und vor dem Servieren mit Staubzucker bestäubt und normalerweise mit Zwetschgenröster gegessen.


    
                                                    
                                                                 Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster


Hier noch ein Video zur Herstellung von Eierkuchen :