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Montag, 29. September 2014

Bündner Röteli - Likör / kulinarische Spezialitäten CH

Röteli ist eine Likörspezialität aus Graubünden - ein Gewürzlikör aus gedörrten Kirschen. Die verschiedenen Geschmacksausführungen der diversen Röteli sind mit den unterschiedlichen Gewürzmischungen - Zimt, Nelken, Anis, Kardamom, Vanille und Zitronenschale - der Produzenten zu erklären. Die gedörrten Kirschen werden zusammen mit den Gewürzen in geschmacksneutralen, gezuckerten Schnaps (Ethanol) eingelegt und an die Sonne gestellt. Nach einer langen Reifezeit erfolgt die Filterung und Fertigstellung unter Beigabe von weiteren, meist gut gehüteten Zutaten.

Der Röteli wird nur im Bündnerland, vorwiegend in den Tälern Nordbündens, hergestellt. Konsumiert wird er aber auch in anderen Teilen der Schweiz, wenn auch in geringeren Mengen als im Bündnerland.

Ein Verwandter des Rötelis ist der Rosoli, der in der Innerschweiz verbreitet ist. Im Gegensatz zum Röteli wird der Rosoli aus frischen Kirschen hergestellt.

Der Name trägt der Röteli aufgrund seiner kräftigen, roten Farbe, die er von den eingelegten Kirschen erhält.

Die Geschichte des Röteli geht bis ins 19. Jahrhundert oder gar weiter zurück. Es war früher Brauch, dass am Neujahrstag die schulentlassenen Burschen die Häuser im Dorf aufsuchten, um Neujahrswünsche anzubringen - als Entgelt erhielten sie ein paar Rappen oder ein Gläschen Röteli.
Speziell während den Wintermonaten wird heute noch in Graubünden mit Freunden und Verwandten das Wiedersehen mit einem Gläschen Röteli gefeiert und in diversen Restaurants im Bündnerland wird den Gästen an Neujahr Röteli serviert.

Und Röteli ist reine Medizin - in diversen Drogerien im Bündnerland ( in Chur am Obertor und am Martinsplatz) erhält man eigene - teilweise aus uralten Familienrezepten - hergestellte  Röteli, und dies alles rezeptfrei !!


Röteli von Kindschi ( Quelle : Kindschi.ch )

In einem Blindtest der Zeitung Südostschweiz wurden diverse Röteli degustiert und bewertet, dabei erhielt der Savogniner Röteli der Drogaria Surses die Bestnote.

Knapp dahinter auf Platz 2 kam der bekannteste Likör der grössten Destillerie Graubündens - der Bündner Röteli von der Kindschi AG Dieses Familienunternehmen stellt den Likör inzwischen in der 5. Generation in Schiers her. Auch bei Kindschi stammt das Rezept der Gewürzmischung vom Grossvater des jetzigen Brenners. Da heute Kirschbäume in Graubünden rar sind und gleichzeitig viel mehr Röteli produziert wird als früher, müssen andere Kirschen verwendet werden. Kindschi bezieht seine gedörrten Kirschen heute aus der Türkei.

Kindschi produziert heute ungefähr 90'000 Liter Röteli pro Jahr, er ist für ihn zu einem Leaderprodukt geworden, das er auch über verschiedene Grossverteiler verkauft. Der Röteli ist somit auf dem Weg, sich zu einem Alltagsprodukt zu wandeln, welches das ganze Jahr hindurch getrunken wird. Deswegen ist der Bündner Röteli heute in Städten wie Zürich sogar bekannter als in gewissen Regionen des Bündnerlandes. Er ist auch ein beliebtes, süsses Mitbringsel.

Auch die Gastronomie weiss die Vorzüger des würzigen Likörs zu schätzen. In vielen Restaurants finden sich Dessertkreationen, basierend auf Früchten, die in Röteli eingelegt wurden. In einer früheren Staffel der Sendung Landfrauenküche kreierte die Bündner Landfrau ein Röteli-Soufflé - dazu hier das Rezept.

Wie mit so vielem, ist es ist auch bei den Röteli  Geschmackssache, welcher einem am besten schmeckt. Wie man beim Blindtest sieht, landeten zwei der von Churer Drogerien selber hergestellten Röteli am Schluss der Rangliste - es gibt aber sicher Leute, denen diese Liköre schmecken.

PS: Mein Favorit ist - trotz Massenherstellung - der Original-Röteli von Kindschi, weil er für mich am intensivsten nach Kirschen schmeckt und die Gewürze nicht zu stark dominieren ( Kindschi produziert aber noch einen Röteli " Stark" mit 40% Vol. - dieser fällt bei mir jedoch durch, da die Stärke des Alkohols das Kirschen-/Gewürzaroma völlig abtötet).




Donnerstag, 25. September 2014

Lenzerheide - Ausflugstipp, Wanderungen

Lenzerheide (rätoromanisch Lai, ca.1500m) ist ein beliebter Winter - und Sommerkurort für Familien und Aktivsportler. Die ganze Region mit den Dörfern Lenzerheide, Valbella, Parpan, Churwalden sowie Lantsch/Lenz liegt im Hochtal zwischen Chur und Tiefencastel und gilt als die Feriendestination im Kt. Graubünden, welche von Zürich aus am schnellsten zu erreichen ist (von Chur aus in 20 Min.). Nicht verwunderlich, ist hier - obwohl die Lenzerheide im rätoromanischen Sprachraum liegt - das Züridütsch weit verbreitet.

Das Dorf Lenzerheide entstand erst in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, davor war es nur eine Maiensäss der Obervazer Bauern (Lenzerheide gehört politisch zur Gemeinde Vaz/Obervaz). Der Kurbetrieb beschränkte sich zuerst auf den Sommer - als eigentliche "Gründer" des Ferienortes gelten die Erbauer der Hotels Kurhaus und Lenzerhorn. Der Aufschwung des Ortes als Tourismusstation begann mit dem Bau der ersten Skilifte, ab ca. 1950 boomte der Ferien-und Zweitwohnungsbau, welcher bis heute unvermindert andauert.

Panoramakarte mit rot markierter Wanderoute
Insbeondere im Winter ist die Lenzerheide ein beliebter Skiort - und seit Januar 2014 noch attraktiver: Die Skiarena ist neu mit Arosa verbunden, die Pistenkilometer sind auf rund 225km angewachsen und das Winterparadies Lenzerheide/Arosa zählt nun zu den grössten Skigebieten der Schweiz.
Chur liegt genau in der Mitte des Skigebiets und ist somit idealer Ausgangsort, um Arosa-Lenzerheide im Winter zu erkunden (der Skipass gilt auch als öV-Billett 2. Klasse nach Lenzerheide oder Arosa).

Doch auch im Sommer kann die Lenzerheide punkten. Die Hauptattraktion ist sicher der Heidsee, welcher aus zwei Teilen besteht, die durch einen Damm getrennt sind. Durch Renaturierung und naturschützerische Massnahmen in den letzten Jahren wurde der See, welcher als fischreich gilt und darum für Angler beliebt ist, aufgewertet.
Ein kleiner Badeplatz mit grossem Spielplatz und Restaurant ist bei Familien sehr beliebt.

Attraktiv ist die Region im Sommer aber auch bei Bikern (speziell markierte Routen - 2000m) und bei Wanderern. Lifte beidseits des Tales bringen die Gäste mitten in das Wandergebiet. Aber auch für weniger geübte Freizeitsportler ist die Lenzerheide ein Eldorado -  ein Spaziergang um den See mit den vielen "Bänkli" gilt als Highlight.

Während unserer Sommerferien in Savognin genossen wir an 2 Tagen diese Region ( mit dem Postauto in 1/2 Stunde erreichbar), dabei unternahmen wir zwei Wanderungen :

1. von Lenzerheide nach Sporz (mit seinem sehr schönen Maiensäss-Hotel Guardaval ), via  
    Globiweg nach Valbella und dem See entlang retour nach Lenzerheide (ca. 3 Std.)


Blick Richtung Süden auf das Plateau von Savognin


Sporz mit Parpaner Rothorn (Bildmitte)


Blick vom Panoramweg auf Lenzerheide und Valbella (links). Der runde See im Vordergrund ist das Speicherbecken für die Schneekanonen

auf dem Panorama- oder Globiweg

Blick auf die 2 Teile des Heidsees

Idyll Heidsee ( sogar der seltene Sumpfenzian wächst hier )






2. Parpan - Churer Joch - Tschiertschen ( 3 1/2 Std. )

Wanderung Parpan - Tschiertschen

über weite Matten und Alpen zum Churer Joch hinauf


Blick retour Richtung Lenzerheide

Restaurant Jochalp im Blickwinkel

Blick vom Churer Joch auf die Alpenstadt und dahinter der Calanda

Ziel Tschiertschen erreicht

noch viel Fensterschmuck hier überall








Montag, 22. September 2014

Aegerisee, Seeweg - Ausflugstipp /

Der Aegerisee  liegt lieblich eingebettet in einer hügeligen Moränenlandschaft, die Gegend ist ein Paradies für Outdoor-Aktivitäten aller Art. . Da das Aegerital auf rund 700m liegt, gilt es als nebelfrei und ist für die Region Zug ein Naherholungsgebiet par excellence. Von Zug aus erreicht man  im 1/4-Std.-Takt in 23 Min mit Bus Nr. 1 ( mit Anhänger ) Unterägeri. Kunststück, ist die Sonnenseite des Sees beinahe bis zur Hälfte  beinahe verbaut wie der Zürichsee. Trotzdem ist der Dorfcharakter intakt, die schönen Innerschweizer Häuserfassen noch allgegenwärtig.

Sehr beliebt ist der Panoramaweg Aegerisee, der in rund 8 Std. unter anderem über den Gottschalkenberg und den Ratenpass führt und für grandiose Ausblicke auf See und Berge sorgt.

Wir nahmen es am Samstag gemütlicher -  ursprünglich wollten wir heute im Aargau wandern, doch angesichts dessen, dass eine Fahrleitungsstörung dazu führte, dass im HB Richtung Westen fast nichts mehr ging - disponierten wir um und fuhren in die Zentralschweiz - wir  liefen am Südufer des Sees von Unterägeri via Naas nach Morgarten ( 2 Std. ). Wenn man nach  Unterägeri kommt, ist ein Besuch zuerst im Café Brändle (vis-à-vis Haltestelle Zentrum)  beinahe ein Muss ( unter anderem gibt's hier die besten Japonais ).

Wenn man von Unterägeri Richtung Süden ans andere Seeufer läuft, ist man bald schon inmitten einer wunderbaren, unverbauten Landschaft und hat eine schöne Sicht auf See und Hügel.

In Morgarten - was geschah hier in welchem Jahr? - hier könnt ihrs nachlesen - nehmen wir den Bus retour via Oberägeri nach Zug.

Sicht von Wilbrunnen Richtung Ratenpass



Sicht auf Gottschalkenberg


gemütlich dem Südufer entlang

immer mit schöner Aussicht

am Wegrand viele von diesen Pilzen - giftig oder ungiftig?


sie wachsen in allen Lagen

idyllisch hier - wirklich - und es herbstelt

Morgartendenkmal in Sicht


vom Denkmal herab Sicht auf Chaiserstock






Am Sonntag dann war wieder mal Backen angesagt: Von den vielen Zwetschgen, welche wir erhielten, kreierte ich einen Zwetschgen-Streusel-Cake - das Resultat stimmte mich optisch und auch kulinarisch zufrieden - seht selbst :

Zwetschgen-Streusel-Cake

und angerichtet

Donnerstag, 18. September 2014

Seebacher Chilbi / Stand der Hobbychöche - Veranstaltungshinweis



Der Countdown zur diesjährigen Seebacher Chilbi läuft - am Wochenende 4./5. Oktober findet das Quartierfest in Zürich-Seebach statt.

Dieses Fest ist an und für sich nichts Besonderes - wenn nicht unser Fischstand wäre, wegen dem  die Leute gerne auf den Buhnhügel pilgern. Die Egli werden frisch vor euren Augen zubereitet, dazu gibt's Kartoffeln aus der Region (Rümlang) und eine selbstgemachte Tartarsauce.
Und ein exzellenter Weisswein aus der Westschweiz.

Na, gluschtig geworden ? An diesem Wochenende finden auch die Züspa und die Creativa in Zürich-Oerlikon statt - wie wärs nach einem Besuch an einer dieser Messen mit einem Abstecher nach Zürich-Seebach  ( so fein wie bei uns esst ihr bestimmt nicht in den Messehallen).
Hier noch ein Plan, wo ihr seht , wie nah die Messe Zürich und die Chilbi auseinander liegen :

am besten geht's mit OeV: von Messe Zürich Tram 11 bis Sternen Oerlikon, umsteigen auf Tram Nr. 14 Rtg. Seebach - Seebacherplatz, von da zu Fuss  linkerhand der Kirche den Höhenring hinauf, dann die Treppen rauf zum Schulhaus - oder das Ganze umgekehrt.







PS : In dieser Woche sendet SF1 die Serie "Mini Beiz, dini Beiz. Es findet im Appenzellerland statt, ein Stammgast stellt 4 anderen Personen "seine" Beiz vor - es wird ein Menü gegessen und bewertet. Am Schluss gewinnt die Beiz mit der höchsten Punktzahl.
Wenn ihr eine der landschaftlich spektakulärsten  Beizen der Schweiz kennenlernen möchtet, schaltet am Freitag um 18.15 Uhr SF 1 ein - es geht zum Berggasthaus Aescher.






Montag, 15. September 2014

Herbstsalat mit gerösteten Kürbisschnitten+Pilzen / Lapin à la Languedocienne / Zwetschgenknödel mit Pfiff - Hobbychochmenü 11.9.14

An unserem letzten Kochabend gabs folgendes Rezept :


Herbstsalat mit gerösteten Kürbisschnitten + Pilzen
Lapin à la Languedocienne mit Bramatamais
Zwetschgenknödel mit Pfiff


Herbstsalat mit gerösteten Kürbisschnitten + Pilzen (für 4 Pers.)


500g     Kürbis ( z.B. Butternuss, Muskat )
3           Schalotten
300g     frische Pilze, gemischt
1           kleiner Blattsalat
             Olivenöl, Aceto balsamico bianco, Salz, Pfeffer


Ofen auf 200 Grad vorheizen.
Kürbis schälen und in feine Schnitze schneiden. Schalotten schälen und halbieren. Aus Oel, Aceto, Salz und Pfeffer ein Dressing zubereiten. Die Kürbisschnitten und die Schalottenhälften mit dem Dressing bestreichen und auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen. Im Ofen ca. 20 Min. rösten.

Pilze rüsten und ebenfalls mit dem Dressing bestreichen. Nach 10 Min. die Kürbisschnitten aus dem Ofen nehmen und die Pilze ebenfalls auf das Backblech geben und nochmals 10 Min. im Ofen rösten.

Salat waschen. Anrichten auf einem Salatbett, Pilze und Schalotten darüber geben. Mit Dressing beträufeln.


Lapin à la Languedocienne (für 4 Pers.)

4          Kaninchenkeulen
4          Knoblauchzehen
2          Rüebli
2          Stangensellerie
500g    Tomaten
5dl       Rotwein
1          Rosmarinzweig
1          Thymianzweig
2          Zwiebeln
            Oel zum Anbraten, Salz


Rüebli und Zwiebeln schälen und in grobe Stücke schneiden, Selleriestangen in feine Ringe schneiden. Keulen mit Salz würzen, rundherum in Oel gut anbraten. Rüebli, Zwiebeln, Sellerie, Knoblauch und Kräuterzweige kurz mitdünsten und mit Rotwein ablöschen.
1/2 Stunde zugedeckt bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Tomaten mit Heisswasser überbrühen und Haut entfernen. Abkühlen lassen, dann vierteln.

Nach 1/2 Stunde die Tomaten dem Fleisch beifügen und ohne Deckel nochmals 1/2 Stunde köcheln lassen. Die Sauce sollte schön eindicken, evtl. noch ein wenig Butter bemehlen und in Flocken zur Sauce geben. Ganz lecker ist, wenn man am Schluss die Sauce noch mit ein wenig Sherry oder Marsala verfeinert.


Bramata-Mais

200g        Bramata-Mais (grobkörnig)
1              Zwiebel
2 EL        Olivenöl
1 Würfel  Pilzbouillon
50g          Butter
2 dl          Weisswein


Zwiebel fein hacken und im  Oel glasig andünsten. Mais beigeben und kurz mitdünsten. Mit Weisswein ablöschen und 1/2l Wasser dazugeben. Bouillonwürfel zerbröselt beigeben und bei schwacher Hitze ca. 40 Min. köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren.
Vor dem Servieren noch die Butter beigeben und nochmals kräftig rühren.

Zum Hauptgericht servieren wir als Farbtupfer noch ein wenig gedünstetes Gemüse.



Zwetschgenknödel (für 4 Pers.)

350g         Kartoffeln, mehligkochend
80g           Mehl
20g           Butter
1/2 TL      Salz
1               Ei
8               Zwetschgen
8               Zuckerwürfel
                 Zwetschgenwasser
 50g          Butter
                 Paniermehl, Puderzucker
                 wenig Schlagrahm


Kartoffeln mit Schale weichkochen, leicht auskühlen lassen und schälen. Kartoffeln verrstampfen und mit Mehl, Ei, Butter und Salz zu einem etwas klebrigen Teig verkneten. Etwas ruhen lassen.
Teig in 8 Stücke schneiden. Zwetschgen halb einschneiden und Stein entfernen. Zuckerwürfel in Zwetschgenwasser tauchen und anstelle des Steins in die Zwetschgen einsetzen. Zwetschgen gleichmässig in Teig einwickeln, zu Kugeln formen.

Zu diesem Zeitpunkt sollte eine Pfanne mit heissem Wasser bereit stehen. Knödel im heissem Wasser ca. 10 Min. ziehen lassen (Wasser darf nicht kochen). Wenn die Knödel an die Oberfläche steigen, sind sie gar. Mit einer Kelle herausheben, sofort im Paniermehl wenden und gut andrücken.

Zum Schluss die Knödel in der Butter leicht anbraten. Herausnehmen, mit Puderzucker bestäuben und mit einem Klacks Schlagrahm garnieren.






            




Donnerstag, 11. September 2014

Stephen King - Erfolgsautor - Filmtrailer zum Anschauen / Under the Dome - Fernsehtipp


So nach und nach wird das Fernsehen für Serienjunkies wieder attraktiv :

Auf SF2 beginnt am Fr, 12.09. die 2. Staffel der US-Serie Under the Dome, basierend auf dem 2009 erschienenen Roman Die Arena des Schriftstellers Stephen King.

Das Buch handelt von einer kleinen Stadt, die aus unerklärlichen Gründen plötzlich von einer durchsichtigen Kuppel von der Aussenwelt abgeschnitten wird. Niemand kommt mehr rein, niemand raus. Die Bewohner müssen sich komplett neu orientieren und ein neues Eigenleben unter der Kuppel aufbauen. Zudem wollen sie auch herausfinden, woher die Glaskuppel gekommen ist und wie man sie wieder entfernt. Steckt die Regierung dahinter? Ein geheimes Projekt der CIA ?



Die Serie hat mit dem Buch nur  das apokalyptische Szenario und die Grundidee  - wie reagieren Menschen, wenn sie urplötzlich vom Rest der Welt abgeschottet sind - gemeinsam. Trotzdem ist die Serie spannend, Stephen King persönlich soll zu den Aenderungen seine Zustimmung gegeben haben.

Stephen King, bekannt vor allem durch seine Horror-Romane, ist einer der meistgelesenen und kommerziell erfolgreichsten Autor der Gegenwart. Bis heute hat er 50 Romane und an die 200 Kurzgeschichten veröffentlicht , von denen über 400 Millionen verkauft und in insgesamt 40 Sprachen übersetzt wurden. Zudem wurden viele seiner Werke verfilmt.


1947 in Maine/USA geboren, schrieb er schon mit 7 Jahren seine ersten Kurzgeschichten.
Bevor er Vollzeit-Schriftsteller wurde, war er Englischlehrer an der Universität. Sein erster Roman  - Carrie - wurde sogleich ein Erfolg ( beim Durchlesen seines Manuskripts befand er es aber noch schlecht und beförderte es in den Mülleimer. Seine Frau fand es dort, fischte es heraus und spornte ihren Mann an, es fertig zu schreiben). Sein dritter Roman - The Shining - wurde ebenfalls ein Beststeller.

Eines der grundlegenden Motive in Kings Horror-Romanen ist die Tatsache, dass das Grauen sich hinter trivialen und alltäglichen Dingen verbirgt. Autos, Clowns, Polizisten, Bernhardiner, Ladenbesitzer und andere erfundene Pseudonyme sind die Vehikel, die das Grauen in eine meist verschlafene und friedliche Welt bringen.

Etliche seiner Werke wurden verfilmt - vielfach war jedoch das Buch besser als der Film.
Es gibt aber auch Filme, die das Prädikat " wertvoll" erhalten. Dazu muss man wissen, dass King nicht nur Horror-Romane schrieb, sondern auch Bücher, welche keinerlei oder nur wenig übernatürliche Elemente enthalten. Zwei dieser verfilmten Romane wurden sogar Oscar-nominiert, dazu zählen Die Verurteilten (Gefängnisdrama), welches aus King's  Kurzgeschichten "Frühling,Sommer,Herbst,Winter" stammt, sowie The Green Mile ( Gefängnisdrama mit Tom Hanks ). Auf der wichtigsten Kino-Seite der Welt kürten 1,3 Mio. Menschen "Die Verurteilten" zur ewigen Nr. 1 der Kinofilme.

Wer wirklich mal grosses Kino erleben will, dem empfehle ich diese beiden Filme ( PS: bei beiden bleiben die Augen nicht trocken - garantiert ).

Auch Stand by me - Geheimnis eines Sommers, ein Abenteuerfilm über die Erlebnisse von Jugendlichen, würde man nicht unbedingt aus der Feder aus einer Novelle von Stephen King erwarten.


Wer eher Horror liebt, schaut sich natürlich The Shining  (mit einem diabolischen Jack Nicholson ) oder Misery ( mit einer grossartig durchgeknallt spielenden Kathy Bates ) an. Oder wie wärs mit Kings verfilmtem Erstlingswerk aus dem Jahre 1976 -  Carrie - des Satans jüngste Tochter ( mit einer famos spielenden Sissy Spacek in der Hauptrolle). Oder eher Cujo mit dem tollwütigen Bernhardiner?

Fazit : Man mag Stephen King gut finden oder nicht - Fakt ist, der Mann hat eine geniale Phantasie (wenngleich manchmal auch eine etwas Düstere). Uebrigens, Stephen Kings Einkommen beläuft sich auf etwa 45 Mio. US-Dollar pro Jahr. Seine Frau sowie seine zwei Söhne sind ebenfalls Schriftsteller, die Tochter ist Pfarrerin.


Hier noch ein paar Trailer zum Anschauen

1.  Die Verurteilten



2.  Green Mile



 


3. Misery



4. ( nur für Hartgesottene) : Carry, Original 1976, englisch











Montag, 8. September 2014

1001 Gemüse - Impressionen - Resumée

Au weia, solch ein Wochenende hatten wir schon länger nicht mehr. Als wir am Samstagmorgen unterwegs nach Rheinau an den Markt 1001 Gemüse in Rheinau waren, fuhr der Zug im Zürcher Weinland zwar voll in den Nebel hinein, in Marthalen aber, wo wir aufs Postauto wechseln mussten, schien jedoch schon wieder die Sonne.


 
Da wir vor dem Mittag am Markt waren, hatte man noch genügend Platz, um gemütlich an den Ständen zu verweilen und zu degustieren. Das Personal gab sich auch Mühe, mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen und Fragen zu beantworten. Anwesend war natürlich auch die Stiftung Prospecierara, die sich zum Ziel gesetzt hat, gefährdete Nutztierrassen und Kulturpflanzen vor dem Aussterben zu retten.



Der Verein Erklärung von Bern, deren Anliegen die Menschenrechte, verantwortliches Handeln von Unternehmen sowie die Förderung fairer Wirtschaftsbeziehungen sind, war auch vor Ort. Dabei ist natürlich auch die Landwirtschaftsproduktion ein Thema. Es macht einem schon ein wenig nachdenklich, wie globale Grosskonzerne aus reiner Profitgier operieren - und was dadurch kaputt gemacht wird - zum Beispiel beim Einsatz von Pestiziden.

Beim Stand des Hofes Baldenwil , einem Landwirtschaftsbetrieb ob Herisau, welcher der Stiftung Tosam gehört und der unter Leitung hauptsächlich von Menschen geführt wird, welche im primären Arbeitsmarkt keine Arbeit fanden und so wieder eine Aufgabe bekamen, hatten wir ein super Gespräch mit einem jungen Mitarbeiter. Und die Rosmarinschokolade ist wirklich der Hit !

Und dann noch der Marktstand des Hexenkessels : Hier fand ich tatsächlich einen Schlehenlikör, welcher aus Schlehdorn gemacht wird. Seit wir im Südtirol vor Jahren nach einer Brettljause vom Wirt einen Schlehenlikör offeriert bekamen, war ich bis heute vergebens auf der Suche nach diesem Likör gewesen.

Nach diesem bunten Treiben wanderten wir noch bis zum Rheinfall und fuhren ab Laufen wieder heim. Hier seht ihr noch spezielle Fotos des Rheinfalls von meinem Bloggerkollegen).


Hier noch ein paar Impressionen :



Achtung:  unbekanntes Flugobjekt !

die Staatskellerei Zürich just neben dem Kloster !


Wanderwege ab Kloster Rheinau

feine Rüebli zum Kosten


Grünzeug schmeckt mit oder ohne Sauce


schöne Dekos an den Ständen



Aussicht vom Unterdorf zur Bergkirche Rheinau


Teilansicht Markt ( vormittags noch wenig Leute )



ein Hingucker !


im Laden bekomme ich jeweils nur 1 Sorte Radieschen

verschiedene Kartoffeln

Bohnen

Tomaten

ehemaliges Kloster Rheinau


Birnen roh und gedörrt

Likör in Deko

und der Hexenkessel


Artischocke blühend

 
mein Schnäppchen, der Schlehenlikör  (Quelle: hexen-kessel.ch)
 
und tschüss, Rheinau ( der Likör ist im Rucksack )