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Donnerstag, 27. November 2014

Weihnachtsmärkte / Kambly-Weihnachtsmarkt - Veranstaltungshinweise


Wahnsinn ! Mich dünkt, erst vor kurzem hätte ich mit der Zimiseite begonnen - und nun schreibe ich bereits den 95. Beitrag, d.h. der Hundertste erscheint noch vor Weihnachten.

Im Vorjahr schrieb ich in dem Post über den Einsiedler Schafbock schon ein wenig über  Weihnachtsmärkte. Nun ist es also wieder soweit - pünktlich zum 1. Advent öffnen die ersten dieser Märkte (oft auch Advents- , Chlaus-  oder Christkindlimarkt genannt) landab und landauf die Türen ihrer Stände oder Holzchalets ( es gab aber wirklich schon am letzten Wochenende solche Veranstaltungen - dies finde ich nun wirklich übertrieben!)

Fast keine Ortschaft mehr, wo irgendwann im Dezember  kein solcher Anlass stattfindet. Wenn ihr wissen wollt, wann und wo Weihnachtsmärkte stattfinden - hier findet ihrs.

Wir schon im Vorjahr geschrieben, finde ich die Schönsten und Eigenständigsten dieser Märkte diejenigen, welche nur an einzelnen Tagen stattfinden  und nicht permanent an 3-4 Wochen offen haben. Oder dann solche, die nur schon des Ambientes wegen (z.B.eine schöne Altstadt)  für eine besinnliche Stimmung sorgen. Dazu gehören meiner Ansicht nach Bischofszell, Wil SG, Huttwil, Willisau, Rapperswil, Einsiedeln, Schaffhausen, Stein a.Rhein -  nur um einige zu nennen.

Wenn ich da an den Zürcher Weihnachtsmarkt im Bahnhof denke, da graut es mir - gestresste, ungeduldige Menschen zwischen den schmucken Häuschen, das ist von mir aus nur Big Business.
Da kommt mir der Spruch in den Sinn " passt wie eine Faust aufs Auge" - wobei ich kürzlich in einer Kolumne von Bänz Friedli gelesen habe, dass dieser Spruch heute eine andere Bedeutung hat - lest selber. Aber : es gibt in Zürich auch einen schönen Weihnachtsmarkt - den im Zürcher Niederdörfli.

Das kommende Wochenende findet schon an mehreren dieser Gemeinden ein solcher Anlass statt - siehe Link.





Montag, 24. November 2014

Geoblog - der Rätselblog / Flucht aus dem Zürcher Nebel an die Sonne - Impressionen

Auf der Liste der Blogs, denen ich folge, ist seit einiger Zeit auch der Geoblog dabei.

Dabei handelt es sich um einen Rätselblog, in dem 3 x pro Woche ein Rätsel publiziert wird, in welchem anhand eines Bildes ein Ort in der Schweiz gesucht wird.

Für mich als CH-Liebhaber und passionierter Geografiefan natürlich eine spannende Angelegenheit und Grund, die gestellten Aufgaben nach Möglichkeit zu lösen. Gewinnen kann man rein gar nichts - du kannst einzig die Lösung und deinen Namen eintragen und diese Angaben erscheinen danach mit dem neuen Rätsel sowie der Lösung der alten Aufgabe.

Die neuen Rätsel erscheinen Mo ( 13.00 Uhr ) , Mi (12.30 Uhr) + Fr (10.00 Uhr). Oberstes Ziel ist es natürlich, wenn man als 1. ein Rätsel lösen kann - dies bedingt jedoch, dass man an oben genannten Zeiten an einem PC sitzt und rätselt - mittlerweile sind nämlich viele Rätsler auf Geoblog.

Diese "Ehre" hatte ich bis jetzt 2 Mal - dies präsentiert sich dann so :


 
 


Zürich war das letzte Wochenende voll im Nebel gefangen, während in der Höhe ein Traumwetter herrschte.
Am schnellsten und zuverlässigsten von Zürich aus mit dem öffentlichen Verkehr an die Sonne ist man via Wädenswil auf das Plateau von Einsiedeln - und so war es auch dann auch diesmal :





Sicht vom Altberg ob Biberbrugg auf den Etzel mit Nebelmeer (rechts)


Sicht auf die Rothenthurm-Ebene

Sicht auf Sihlsee mit Alpenpanorama



Donnerstag, 20. November 2014

Filme und ihre Fortsetzungen / Die Tribute von Panem, The Hunger Games - Fernsehtipp

Die Filmindustrie, allen voran Hollywood, hat sich schon seit jeher zur Gewohnheit gemacht, sogenannte Blockbuster (erfolgreiche Kinofilme) mit x-fachen Fortsetzungen zu verfilmen.

Dies natürlich im Glauben, mit diesen Nachfolgern den finanziellen Erfolg des Originals zu kopieren. Nur, im Nachhinein muss man sagen, ist dies in den wenigsten Fällen geglückt und ein 2. oder 3. Teil (teilweise noch mehr) eines Blockbuster nie mehr an den Erfolg seines Originals anknüpfen konnte.

Die bekannteste Ausnahme (Fortsetzung besser als Original) ist ( es gibt natürlich noch einige andere Beispiele) :

  • Der Pate II ( 1974 ) war besser (d.h. erfolgreicher) als Der Pate I aus dem Jahre 1972. Starregisseur Francis Ford Coppola  brachte das Kunststück fertig, einen der erfolgreichsten Filme aller Zeiten, welcher damals für 11 Oscars nominiert und mit 3 ausgezeichnet wurde, nach 2 Jahren mit der Fortsetzung noch zu überflügeln : Der Pate 2 erhielt 6 Oscars. Der 3. Teil kam dann nicht mehr an seine Vorgänger heran. In der Trilogie wird Aufstieg und Niedergang eines der mächtigsten New-Yorker Mafia-Clans erzählt - in den Hauptrollen brillieren Marlon Brando, Al Pacino und Robert de Niro.



Fortsetzungen von Blockbustern, welche dem Original nie das Wasser reichen können, ist jedoch das viel häufigere Szenario. Hier nur 2 Beispiele dazu :

  •  Der weisse Hai I ( 1975 ) besser als alle Nachfolger. Der Film von Steven Spielberg gilt noch heute als einer der besten Thriller - nur schon wegen der unheilvollen Musik und dem Aufbau des Schockmomentes - die Technik ist heute natürlich völlig veraltet.



  • Rambo I ( 1982 ) besser als alle Fortsetzungen. Der Film über einen Vietnamrückkehrer - gespielt von Silvester Stallone - hat im Original, nebst all der Action wenigstens noch Stoff für eine Geschichte, die Nachfolger sind nur noch "Ballerfilme", fern allem Sinn.


A








     

Montag, 17. November 2014

Jakobsmuscheln mit pikantem Krokant / Gratiniertes Kalbskotelett mit Blumenkohl-Kartoffel-Curry / Schwarzwäldertorte im Glas - Hobbychochmenü 13.11.14

Am letzten Kochabend gab es folgendes Menü :

Jakobsmuscheln mit pikantem Krokant
Gratiniertes Kalbskotelett mit Blumenkohl-Kartoffel-Curry
Schwarzwäldertorte im Glas
Dazu hier die Rezepte :
Jakobsmuscheln mit pikantem Krokant (für 4 Pers.)
12         Jakobsmuscheln MSC
             wenig Bratbutter
1/2 TL  Salz (Fleur de Sel)
40g       Baumnusskerne, grob gehackt
1/2 EL  Zucker
1 TL     Butter
1          roter Peperoncino, entkernt + fein gehackt
1/4TL  Fleur de Sel
trotz leicht verbratenem Krokant war für mich die Vorspeise das Highlight
2 dl      Saucenhalbrahm
1/2 dl   Fischöl
1/2       Briefchen Safran
            Salz, Pfeffer nach Bedarf
Für das Krokant Baumnusskerne in einer weiten Pfanne unter Rühren bei mittlerer Hitze rösten (ohne Fett). 1/2 EL Zucker darüber streuen und karamelisieren. Butter beigeben, schmelzen lassen. Entkernten und fein gehackten Peperoncino und Knoblauch daruntermischen, salzen.
Baumnüsse auf ein Backpapier verteilen und auskühlen lassen.
Für die Sauce Rahm und Fischöl mit Safran aufkochen, bei kleiner Hitze ca. 5 Min. köcheln. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Jakobsmuscheln in heisser Bratbutter auf jeder Seite ca. 2 Min. braten. Mit Fleur de Sel bestreuen.
Wenig Sauce auf vorgewärmte Teller anrichten, Jakobsmuscheln darauf geben und mit Nusskrokant bestreuen.
Dazu servieren wir ein wenig Weissbrot.
Gratiniertes Kalbskotelett mit Blumenkohl-Kartoffel-Curry (für 4 Pers.).


500g  Blumenkohl
200g  Kartoffeln, festkochend
1        Zwiebel
2        Knoblauchzehen
2 EL  Sonnenblumenöl
2 EL  Curry, Madras
1 dl    Gemüsebouillon
1 dl    Kokosmilch
          Korianderpulver, Salz nach Belieben

4        Kalbskoteletten à ca. 200g
1 EL  milder Senf
          Salz, Pfeffer
1 EL  Olivenöl
60 g   gedörrte Pflaumen
1        kleine Zwiebel
4        Scheiben Grujère-Käse à 50g
1/2     Bund Rosmarin
1/2     Bund Thymian




Blumenkohl in Röschen teilen, Kartoffeln schälen und in Schnitze schneiden. Zwiebel und Knoblauch hacken. Alles im Oel andünsten. Mit Curry bestäuben und mitdünsten, bis es duftet. Bouillon und Kokosmilch dazu giessen. Mit Salz und Koriander würzen. Das Curry bei kleiner Hitze zugedeckt kochen, bis die Kartoffeln und das Gemüse weich, aber noch bissfest ist (ca. 20 Min.). Das Gericht noch abschmecken.

Koteletts rundum mit Senf bestreichen und mit Salz und Pfeffer würzen. Im Oel beidseitig (je nach Dicke) 2- 3 Min. scharf anbraten.

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Dörrobst klein hacken, Zwiebel in Ringe schneiden. Gebratene Koteletts mit Käsescheiben, Zwiebeln und Dörrobst belegen. Im Backofen überbacken, bis der Käse geschmolzen ist.

Kräuter auf Koteletts verteilen und zusammen mit Blumenkohl-Kartoffel-Curry anrichten.




Schwarzwäldertorte im Glas (für 4 Pers.)

120g    Schokoladebiscuit (fertiger Tortenboden)
3 EL     Kirsch
1 Glas  Schattenmorellen (Sauerkirschen)
150g    Mascarpone
150g    Ricotta
Bild aus dem Internet (war mit fotografieren zu spät)
2 EL    Zucker
4 EL    Orangensaft
50g      brauner Zucker
1          Zimtstange
3          Sternanis
1 EL    Maizena
30g     Schokoladestreusel



Schokobiscuits zerbröseln und mit Kirsch tränken. Kirschen abtropfen, dabei Saft auffangen. Saft mit braunem Zucker, Zimtstange und Sternanis aufkochen. Gewürze herausnehmen und mit dem mit wenig Wasser angerührten Maizena binden.

Kirschen dazugeben, kurz aufkochen lassen und abkühlen.

Gleichzeitig den Mascarpone und Ricotta mit 2 El Zucker und Orangensaft mischen (die Masse soll crèmig sein - wenn zu dick, mehr Orangensaft nehmen).

Jetzt in hohen Gläsern abwechslungsweise Schokobiscuits, Schattenmorellen und Crème einfüllen,
2 x wiederholen.

Mit Schokostreusel und Kirsche garnieren.










Donnerstag, 13. November 2014

Slow Food / Slow Food Market 14.-16.11.14 Zürich - Veranstaltungshinweis

Habt ihr gewusst, dass es als Gegenbewegung zur Industrialisierung des Essens und Fastfood eine Organisation gibt, die sich Slow Food  nennt ?

Gründervater der Slow-Food-Bewegung ist der Italiener Carlo Petrini, welcher 1986 aus Protest auf die Eröffnung einer Mac-Donald-Filiale in Rom ein öffentliches Spaghettiessen am Fusse der Spanischen Treppe organisierte und kurze Zeit später in Paris Slow Food gründete.

Heute zählt die Bewegung über 100'000 Mitglieder auf allen fünf Kontinenten, 1993 wurde Slow Food CH gegründet.

Die 3 Elemente des Slow Food sind gut, sauber und fair. Geniessen mit Verstand - und das von guten, sauberen und fair gehandelten Produkten, getreu der Devise von Carlo Petrini :

" Ich möchte die Geschichte einer Speise kennen. Ich möchte wissen, woher die Nahrung kommt".

Auf dem Markt des guten Geschmackes - des Slow Food Market -  finden Besucher alles, was das Herz begehrt - und vor allem, direkt zum Kaufen und Mitnehmen. Neue Spezialitäten können entdeckt werden und mehr über ihre Herstellung, die Geschichte und Tradition direkt von Fachleuten erfahren werden.

Diese Messe, welche vor über 10 Jahren zuerst in Italien, danach in Deutschland und seit 2011 auch in der Schweiz durchgeführt wird, steht für Qualität, regionale Werte, Oekologie und Nachhaltigkeit gegenüber Mensch und Natur.

Coop, welcher seit 2008 mit Slow Food kooperiert, ist bei diesem Markt Hauptsponsor.

                      





Montag, 10. November 2014

Torta di pane - kulinarische Spezialitäten der Schweiz

Die Torta di pane  (auf deutsch Brotkuchen) ist eine Tessiner Spezialität und stammt ursprünglich aus der Cucina dei poveri, der Küche der Armen. Sie wird bis heute im Tessin und Misox in erster Linie zum Dessert, aber auch als Zwischenmahlzeit oder Frühstück gegessen.

Von diesem Kuchen gibt es wahrscheinlich so viele Rezepte, wie es Tessiner Grotti gibt. Jeder Tessiner Haushalt, jedes Grotto, hat sein eigenes Rezept für diese Spezialität.

Die Torta wurde aus der Notwendigkeit geboren, altbackenes Brot weiter benützen zu können - also eine Art Restenverwertung.

Die Grundzutaten des Kuchens sind altes Brot, Milch und Zucker, die Zutaten variieren je nach Geschmack oder auch Verfügbarkeit. Je nachdem ob man ihn süsser mag, nimmt man mehr Zucker oder Schokoladenpulver, ansonsten erhöht man die Beigabe von verschiedenen Nüssen oder kandierten Früchten. Je nach Grösse des Kuchens wählt man eine Spring-oder Cakeform.

Beliebt ist auch die Beigabe von zerstossenen Amarettis, die Tessiner verfeinern die Torta noch mit ein wenig Grappa. Im Tessin haben wir im Herbst  auch schon ein sehr feines Stück Torta di pane mit Marroni darin gegessen. Auch kandierte oder getrocknete Früchte sowie Zitronenabrieb mit Zitronensaft sind in vielen Rezepten enthalten.
Man kann bei diesem Kuchen wirklich sehr gut improvisieren mit Zutaten von Nüssen und Früchten oder der Süsse.

Wer Torta di pane noch nie gesessen hat, dem geht es wahrscheinlich wie uns vor Jahren  : man fragt sich, ob das Dessert, welches man vorgesetzt bekommt, einen Fehler bei der Zubereitung erlitten hat. Man muss sich wirklich an den Geschmack und die Konsistenz dieses Brotkuchens gewöhnen - und nach dem 2. oder 3. Mal probieren beginnt man diese Torta zu lieben ( uns ging es jedenfalls so). Tatsache ist aber, dass der Brotkuchen nicht jedermanns Sache ist.

Hier ein Home-Rezept (die Torta di pane bereitet meine Frau zu, das Rezept stammt von einer Tessinerin) :

1l          Milch
500g     altbackenes Brot
100g     Zucker
1 Pk.     Vanillezucker
50g       Sultaninen
50g       Mandeln, gehackt
50g       Haselnüsse, gehackt
2           Eier
6 EL     Schokoladepulver
1 Prise  Salz
1 TL     Zimt
4  EL    Griess

Brot in Würfel schneiden und in eine grosse Schüssel geben.  Milch zusammen mit Schokoladepulver und Zucker in einer Pfanne erwärmen und über die Brotwürfel leeren. Zugedeckt 2-3 Std. oder über Nacht ziehen lassen.
Brot mit einer Gabel zerdrücken. Ueberschüssige Milch ableeren und restliche Zutaten beifügen. Alles zusammen verrühren, so dass die Masse schön bindet. Der Teig ist fest, aber sehr weich.

Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Cakeform füllen und im auf 200 Grad vorgewärmten Ofen 50 Minuten backen.


Also, wer den  Brotkuchen nicht kennt : Ausprobieren gilt !





















Donnerstag, 6. November 2014

Martinstag : Räbechilbi Richterswil / Gansabhauet Sursee, Alpkäsemärkte - Veranstaltungshinweise


Am Sa, 11. November wird in Richterswil die Räbechilbi durchgeführt.. Dieses grösste und bedeutenste Lichterfest + zugleich grösster Räbenlichterumzug der Welt.


Räbechilbi Richterswil


Die Wurzeln der Räbechilbi sind im Erntedank-Gottesdienst zu suchen. Kirchgänger/innen, welche mit Räbenlichtern den Weg in den Abendgottesdienst erhellten, waren die Vorbilder für die Lehrer, welche mit ihren Schülern die ersten Umzüge organisierten (nach mündlichen Ueberlieferungen fand ca. 1860 der erste Umzug statt). Ab 1905 übernahm der örtliche Verkehrsverein die offizielle Organisation der Räbechilbi und ist auch heute noch dafür zuständig.
Beim Einnachten werden die Räbenlichter angezündet und der Dorfkern wird zur Märchenkulisse.
Um 18.30 Uhr startet dann der etwa eine Stunde dauernde Räbenlichterumzug mit 40 speziellen Sujets. Davor bieten über 20 Marktständen, verteilt im ganzen Dorf, ihre Waren an und verschiedene Blasmusiken bieten Platzkonzerte an.

Um den Martinstag herum, welcher zu Ehren des heiligen St. Martin oder Martin von Tours gefeiert wird, finden verschiedene Bräuche statt.

Bekannt sind die St.-Martinsumzüge, welche in Deutschland, in Südtirol und in der Schweiz stattfinden. In den Stadtquartieren und in verschiedenen Gemeinden des Kt. Zürich heissen diese Räbeliechtliumzüge, bei denen Kinder und Jugendliche selbstgeschnitzte, durch eine Kerze von innen beleuchtete Räbe, durch die Strassen tragen.



Ein Brauch ist auch das Martinsgansessen - Gänse haben am Martinstag eine grosse Bedeutung. Vom Mittelalter an bis in die Neuzeit hinein (in den orthodoxen Kirchen teilweise bis heute) lag der Martinstag am Beginn der vierzigtägigen, bis Weihnachten dauernden Fastenzeit. Am letzten Tag vor Beginn der Fastenzeit konnten die Menschen noch einmal richtig schlemmen. Der Martinstag war auch der traditionelle Tag des Zehnten, die Steuern wurden früher in Naturalien bezahlt - eben auch mit Gänsen.

Gansabhauet Sursee
Der berühmteste Brauch am Martinstag , bei dem die Gans die "Hauptrolle" spielt, ist die Gansabhauet in Sursee, bei dem junge Frauen und Männer in rotem Gewand und verbundenen Augen, versteckt hinter einer Sonnenmaske, mittels eines Säbelhiebs versuchen, einer toten, an einem Seil aufgehängten Gans den Hals durchzutrennen.



Im Jura in Porrentruy findet am Wochenende 11./12.11. das
St. Martinsfest mit dem Martinimarkt, welcher sich auch noch am übernächsten Wochenende präsentiert, statt.






In der Schweiz, insbesondere in der Zentralschweiz, finden zum Ende des Alpsommers verschiedene Alpkäsemärkte statt. Bei diesen Anlässen will man 1. versuchen, die auf den Alpen gefertigten Käse besser und direkt zu vermarkten und 2. anhand eines Wettbewerbs unter den verschiedenen Alpkäsereien den besten Käse zu bestimmen.














Montag, 3. November 2014

Sebastian Bergman, Kriminalpsychologe - neue, schwedische Erfolgskrimiserie / Krimibuchtipp

Aktuell lese ich einen Krimi des bekannten Schriftstellerduos Michael Hjorth / Hans Rosenfeldt.
1. Buch
Beide sind in Schweden bekannte Drehbuchautoren und schufen 2010 mit ihrem gemeinsamen Erstlingsbuch "Der Mann, der kein Mörder war" ein überragendes Schriftstellerdebüt - ihnen ist es gelungen, den mit Abstand besten Krimi zu schreiben, der in Schweden im Jahr 2010 auf den Markt gekommen ist.


Damals ahnten die beiden Schweden ganz sicher noch nicht, was für ein unglaublicher Erfolg ihre Krimireihe um den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman (inzwischen gibt es schon zwei Verfilmungen) werden würde. Damals behaupteten Hjorth/Rosenfeldt, sie würden jedes Jahr ein Bergman-Buch schreiben und nach fünf Jahren damit aufhören. Das mit dem "jedes Jahr ein Buch" - mittlerweile ist 2014 der 4. Krimi erschienen - stimmt, aber ob sie nach dem riesigen Erfolg wirklich nach fünf Büchern Schluss machen ?

Die beiden Schweden haben die Figur des Sebastian Bergmann erfunden. Und dieser ist kurz gesagt ein Widerling.  Der durchschnittliche Leser hat es im Beruf wie auch im Privaten oft mit unsympathischen Zeitgenossen zu tun. Warum soll man dies nicht auch in einem Krimi tun? Die Antwort ist damit begründet, dass Bergman schlicht ein genialer Geist ist und wie keiner in der Lage, Verbrechen aufzuklären.
Er war früher bei der schwedischen Polizei als Psychiater und Profiler tätig und galt als einer der gefürchtetsten Ermittler. Als er bei einem Familienurlaub in Thailand beim Tsunami seine Frau und  Kind verlor, verfiel er in eine schwere Despression und quittierte den Polizeidienst.

2. Buch


Zurückgekehrt in seinen Heimatort, berät " Privatier" Bergman das Team der Reichsmordkommission - seinen alten Arbeitgeber - nun wieder bei ungeklärten Mordfällen.
Die zwei Schriftsteller haben es geschafft, innerhalb von vier Büchern Charaktere zu schaffen, die einem ans Herz gewachsen sind. Ihre Krimis sind mehr als schlichte Kriminalfälle. Bei ihren Büchern handelt es sich um Krimis, die von Emotionen der einzelnen Personen handeln, so dass der Leser am Leben der einzelnen Personen teilnimmt.

In einem meiner früheren Blogbeiträge habe ich den dänischen Erfolgsautor Jussi Adler-Olsen als die Zukunft des skandinavischen Krimis bezeichnet. Nun bekommt er mit Hjorth/Rosenfeldt eine starke Konkurrenz um die Thronbesetzung als Nachfolger des berühmten Henning Mankell.


3. Buch
4. Buch
Für die Bergman-Serie gilt wie bei ähnlichen Serien, dass man zwar jederzeit mit jedem Buch mit Lesen einsteigen kann, jedoch ist die Reihenfolge der Bücher zu empfehlen ist, da sich die Charaktere und ihre Beziehungen untereinander stetig weiterentwickeln. Und diese Krimireihe gilt als Geheimtipp - auch weil sie noch lange nicht zu Ende ist und die verschiedenen Personen darin noch genügend Potenzial für weitere Fälle haben.