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Donnerstag, 7. August 2014

Solothurn - Zahl 11 / Verenaschlucht / Einsiedelei / Solothurner Torte - Ausflugstipp, kulinarische Spezialitäten CH

Sicht von der St.Ursen-Kathedrale auf Solothurn
Mit ca. 16'500 Einwohnern zählt Solothurn zu den kleineren Städten der Schweiz , der Hauptort ist nach Olten die zweitgrösste Stadt des Kantons.
Wegen des früheren Sitzes der französischen Botschaft (16.-18. Jh.) wird Solothurn auch  "Ambassadorenstadt" genannt. Die Stadt zeigt eine Mischung verschiedener Architekturstile, der Barock jedoch ist vorherrschend - deshalb gilt Solothurn als schönste Barockstadt der Schweiz.
Etwa 5km nördlich der Stadt liegt auf 1395m der Solothurner Hausberg Weissenstein - auf ihn führte bis 2009 ein Sessellift.
Und nun, am 20. Dezember 2014 wird der Neubau, eine Gondelbahn, eröffnet.

Die Geschichte der Stadt ist untrennbar mit der "heiligen" Zahl 11 verbunden - Solothurn kam als 11. Kanton zur Eidgenossenschaft. 11 Kirchen und Kapellen, 11 Brunnen und 11 Türme gehören zum Stadtbild. Früher gehörten Solothurn jeweils 11 Vogteien, Zünfte und Domherren.
Das Meisterwerk der "magischen Elf" bildet die St. Ursenkathedrale - das heutige Wahrzeichen Solothurns. Der Baumeister war von der Elfer-Atmosphäre so begeistert, dass er die Kirche architektonisch darauf abstimmte. Der Glockenturm misst 6x11m, im Turm hängen 11 Glocken, 11 Altäre schmücken die Kathedrale. Die Betstühle sind in Elferreihen angeordnet. Der Kirchenbau dauerte 11 Jahre (1762-1773).

Dieser bis weit in die Geschichte zurückreichende Umgang mit der Zahl 11 ist auch heute noch gelebte Tradition - Ausdruck hierfür ist die Solothurner Uhr, welche mit 11 Glocken bestückt nur 11 Stunden anzeigt und 4x am Tag das Solothurner Lied spielt.

Solothurn hat auch ein eigenes Bier - das - wie könnte es anders sein - "Oeufi-Bier" heisst.

Einen kulinarischen Leckerbissen hat Solothurn auch noch zu bieten - die Solothurner Torte der Confiserie Suteria. Eine Offenbarung für ein Schleckmaul wie mich !



Die Altstadt von Solothurn ist besonders hübsch, einen besonderen Reiz bietet zudem noch der Wochenmarkt. Aber auch an der Aare kann man gemütlich flanieren oder dann in beide Flussrichtungen eine Wanderung unternehmen.
Empfehlenswert ist auch die Aareschifffahrt von Solothurn nach Biel ( dies ist jedoch schon ein weiterer Ausflugstipp, den ich sicher später auch mal beschreibe).

Zu den touristischen Attraktionen Solothurns gehört die Einsiedelei St.Verena am Ausgang der gleichnamigen Schlucht.
Die Einsiedelei gehört zu den bedeutendsten Landschaftsgärten der Schweiz. Hier soll die heilige Verena gewohnt und gewirkt haben. In einem kleinen Haus in der Schlucht lebt seit 1442 fast durchgängig ein Eremit in der Einsiedelei. Die erste Frau, die 2009 in die Einsiedelei einzog, hat im März dieses Jahres 68-jährig die Verenaschlucht verlassen. Die Bürgergeimeinde hatte daraufhin per Inserat eine neue Einsiedlerin oder Einsiedler gesucht. Aus den 119 Bewerbungen - auch aus dem Ausland - wurde nun wieder eine Frau gewählt, die 51-jährige Bernerin Schwester Benedikta. Sie hat nun den ungewöhnlichen Job inne, der mit 2000 Fr. im Monat entschädigt wird.

Der Wallfahrtsort mit seinen 2 Kapellen und der Klause des Einsiedlers ist ein beliebter Ausflugsort, durch die Verenaschlucht führt ein lauschiger Spazierweg. Zuhinterst hat es zuhinterst ein Restaurant, wo man sich verpflegen kann.


Ein schöner Weg, den man laufen kann, beginnt in Oberdorf ( mit der Bahn 10 Min. ab Solothurn Rtg. Moutier) und führt durch die Verenaschlucht nach Solothurn (ca. 1 1/2 Std.).


Hier noch ein paar Fotos vom letzten Samstag : vormittags am Märt war es bewölkt mit Nieselregen, nachmittags in der Verenaschlucht zeigte sich die Sonne (war die Heilige am Werk?), sodass wir nochmals in die Stadt mussten - diesmal bei Sonnenschein (darum die Reihenfolge der Bilder).



Schaufensterdekor bei Confiserie Suteria

Zeitglockenturm mit Märt


schmucke Beerenpräsentation am Märt


diesmal mit Blumen


Wirtschaftsschild


Auf dem Märt in der Altstadt mit sich auf St.Ursen-Kathedrale

die Verenakapelle

Martinskapelle mit Klause

der Wallfahrtsort

die Verenaschlucht - ein Idyll


nachmittags fanden wir noch die Solothurner Uhr (Amthausplatz 1)

2 der 11 Türme

Sicht auf den Weissenstein

Zeitglockenturm bei schönem Wetter ohne Märt




Sicht von der St.Ursen-Kathedrale hinunter

dieselbe Aussicht Richtung Weissenstein

und hinunter in die Altstadt

nochmals das Wahrzeichen


mit seinem ganzen Prunk


















Kommentare:

  1. Auch ich war schon in der Schlucht und in Solothurn, und habe auch so ein 'Oeufi-Bier' genossen. Nur, elf davon waren mir dann doch zuviel :-)
    Vielen Dank für die interessanten Hintergrundinfos!
    Gruess vom Werner

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  2. Alles klar. Gruss ins Wallis - und nicht zu viel Weisswein trinken. Gruss Jürg

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  3. Hallo Jürg, jetzt habe ich gestaunt.
    Dein Komentar bei Landwege hat mich zu deiner Seite geführt und was sehe ich!!!! Der ersten Teil des von dir beschriebenen Weges ist eine meiner liebsten Morgenrunden, natürlich mit meinen Schwarzen-Pfoten, die zur Zeit etwas mehr Wanderungen beschreibt als ich.
    Schöner hätte ich auch als Ansässige die Tour und Solothurn nicht beschreiben können.
    Werde deine Seite sicher wieder besuchen du hast mich echt gluschtig gemacht.
    Grüsse von Jurasüdfuss
    Erika

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    1. Hoi Erika
      Gegen dich bin ich natürlich ein blutiger Blog-Anfänger. Habe nun deine Landwege und die Schwarzen Pfoten auf die Liste meiner Blogs, denen ich folge, gesetzt. Hoffe du machst dasselbe mit der Zimiseite - smile. PS: Ich empfehle dir auch noch den 1. Blog auf meiner Liste (Wanderungen mit meinem Hund). Gruss Jürg alias Zimi

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  4. Vielen Dank für den schönen Bericht. Was sich auch lohnt, wenn man die Verenaschlucht von unten nach oben durchwandert. In der Mitte links abbiegen, hinauf nach Kreuzen (10 m). Dort steht als historisches Ensemble die Familienkapelle der Von Roll mit Nebengebäuden. Und das Restaurant Kreuzen ist super.

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    1. Besten Dank für die Info, werde also Kreuzen mal besuchen. Gruss Jürg

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  5. Zwischen Burgdorf und Solothurn aufgewachsen, kenne ich Solothurn natürlich gut. Die Verenaschlucht aber nicht. Deine Bilder verleiten ja gerade dazu, diese zu besuchen.

    Ach ja, die Solothurner Torte mag ich übrigens gar nicht. Da haben andere Städte bessere Spezialitäten.

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    1. Ja die Verenaschlucht musst du mal besuchen, ein mystischer Ort. Am besten bei nicht so schönem Wetter, dann hats nicht so viele Leute. Und die Torte ist natürlich Geschmacksache, das ist klar. Gruss Jürg

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  6. Hey Jürg, toller Reisebericht. Tolle Bilder. Du hast mir Solothurn hier zu mir gebracht, danke :)))
    Dein Blog gefällt mir gut. Ich bin seit meiner Jugendzeit ein absoluter Schweizfan, wahrscheinlich weil mein erster Urlaub mit 13 Jahren nach Arosa ging! Hier bei dir, schaue ich auf jeden Fall wieder rein.
    Herzliche Grüsse Marion

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    1. Hallo Marion willkommen ! Freut mich dass du meinen Blog gefällt, werde auch in deinen ab und zu reinschauen. Gruss Jürg

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