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Sonntag, 29. Oktober 2017

Kurzferien in Lugano - Ausflugstipp





Nun leicht verspätet, dafür aktuell mein neuster Beitrag: In unserer letzten Ferienwoche 2017 hatten wir nichts verplant, doch angesichts der Wetterprognose im Tessin entschieden wir uns kurzfristig, 5 Tage im Tessin zu verbringen.

Mit dem neuen Gotthardtunnel ist man nun in sage und schreibe 2.16 Std. vom Zürcher HB in Lugano. Schade einzig, dass man weder vom Reusstal noch von der Leventina schöne Ausblicke sieht.
 
Wir genossen diese paar Tage sehr, u.a. besuchten wir Morcote mit seinem herrlichen Scherrer-Park , wir waren wandernd unterwegs im Valle Muggio und im Malcantone auf dem Weg der Wunder, ein Tagesauflug wert war uns Como (Italien) - mit dem Zug in 40 Min. von Lugano aus - und am Abreisetag war unser Ziel Carona mit seinem Parco San Grato.
 
 
 
 
verspielte Figuren im Scherrer-Park





wir waren wirklich fast alleine in diesem wunderschönen Park, ab November - Frühjahr ist er geschlossen




























Campanile von Morcote





Aussicht auf den Monte Generoso (im Hintergrund)





in der Breggiaschlucht eingangs zum Valle Muggio





Ticino authentisch





die Dörfer "kleben" an den Hängen













Sicht auf Muggio und den Talabschluss - dahinter der Monte Generoso, welcher von dieser Seite eher zahm aussieht



prächtige Bauten in Como





die Innenstadt ist verkehrsfrei und da Leben dort pulsiert





Dom von Como














die Hafenpromenade von Como - um ein vielfaches grösser als jene im Tessin. Auch viele imposante Palazzi säumen diesen Weg




Comersee





diese Gegend ist noch völlig "tessintypisch"






Hafen von Como - im Hintergrund oben Brunate, wo eine Standseilbahn hochfährt
 



krass wieder der Gegensatz: am nächsten Tag das urtümliche Tessin - unterwegs auf dem Weg der Wunder in Novaggio












entlang der Magliasina











zuhinterst bei der Hammerschmiede von Aranno












versteckt eine alte Mine






Mineneingang





das Hafenbecken von Ponte Tresa - hier kann man auf der italienischen Seite herrlich dem See entlang laufen





im Parco San Grato blüht in dieser Jahreszeit fast nichts mehr- doch schön ist es trotzdem ( Bilder vom blühenden Park siehe Label "Wanderungen TI")










Baum mit Bitterorangen









letzte blühende Hortensien















Sicht auf Carona mit San Salvatore





Carona






von dieser Seite aus wirkt der Monte Generoso eindrücklicher als vom Valle Muggio, oder?





Abendstimmung am Lido von Lugano






Lido mit San Salvatore





Abschlussfoto vom Bahnhof Lugano zum Monte Bre

 

Freitag, 13. Oktober 2017

Confiserie Sprüngli - Luxemburgerli / kulinarische Spezialitäten CH




Nachdem ich im Blog schon über einige Schweizer Schokolade schrieb, möchte ich diese kulinarischen Spezialitäten um ein weiteres Kapitel ergänzen.






Sprüngli am Paradeplatz um 1900


Zu den bekanntesten Pionieren der Schweizer Schokoladehersteller gehören David Sprüngli mit seinem Sohn Rudolf Sprüngli-Ammann, die 1836 in der Zürcher Altstadt anstelle der "Konditorei Vogel" die "Confiserie Sprüngli & Sohn" gründeten.

Das Geschäft lief derart gut, dass die Räume bald zu klein wurden und sie 1859 in das neugebaute Haus am Paradeplatz (heutiges Stammhaus ) zogen. Sie wählten diesen Standort aus, da man im Glaube war, dass hier der Bahnhof Zürich gebaut wird. Dieser Fehler bescherte ihnen viele schlaflose Nächte, welche aber schnell vorbei gingen, als sie des Aufschwungs der Paradeplatzes und der Bahnhofstrasse gewahr wurden.





Schnell wurde das Lokal am Paradeplatz zum gesellschaftlichen Zentrum; wer in Zürich zur feinen Gesellschaft gehörte, traf sich dort nachmittags zu Kaffee und Kuchen.

1892 teilt Rudolf Sprüngli sein Unternehmen unter seinen 2 Söhnen auf. Während David Robert die Confiserie erhält , übernimmt Johann Rudolf , zusammen mit einem weiteren Schokoladepionier aus Bern - Rodolphe Linth - , die Schokoladefabrik "Rudolf Sprüngli Sohn" in Kilchberg, heute die weltbekannte Lindt & Sprüngli.

Seit dieser Zeit sind diese zwei unabhängige Unternehmen. Während Lindt+Sprüngli ein industrieller Betrieb ist, bleibt die Confiserie Sprüngli ein handwerkliches Familienunternehmen, welches ab 1994 von den 2 Neffen  Richard Sprünglis ( Milan + Thomas Prenosil ) in der sechsten Generation geleitet wird.

Aus Platzgründen wurde 1961 die Produktion von Zürich nach Dietikon verlegt, von dort werden heute 17 Filialen in und um Zürich und das Hauptgeschäft am Paradeplatz beliefert.


Nebst all den feinen Delikatessen kommt einem zu Sprüngli nur ein Name sofort in den Sinn - das Luxemburgerli -  der  Klassiker des Geschäfts. Vor genau 60 Jahren brachte ein luxemburgischer Konditor, anlässlich eines Wettbewerbes, das Rezept nach Zürich, wo er es unter der Leitung von Richard Sprüngli verfeinerte.



Luxemburgerli











Luxemburgerli sollten rasch genossen werden, da sie je nach Luftfeuchtigkeit und Füllung ihre luftige Konsistenz verlieren -> für mich absolut kein Problem !!













Sonntag, 8. Oktober 2017

Wanderung ob dem Brienzersee: Habkern - Lombachalp - Augstmatthorn - Harder Kulm




Da der Wetterbericht für diesen Tag schönes, mildes Wetter in den Bergen versprach, zog ich im Geschäft noch einen Ferientag ein - es hat sich gelohnt. Obwohl, der Tag fing nicht vielversprechend an - zu den ersten Anzeichen einer Erkältung kam frühmorgens noch ein Zugdefekt der S-Bahn, welche mich in den HB Zürich führen sollte, dazu. 

Das hiess, dass ich eine Stunde später als vorgesehen am Startort Habkern eintraf (09.25 Uhr). Nichtdestotrotz musste noch der obligate Startkaffee her - samt Nussgipfel, welcher die Wirtin extra für mich auf der gegenüberliegenden Strassenseite in der Bäckerei besorgte (es war der beste Nussgipfel, den ich je ass).











Nun denn, um 09.45 Uhr ging das Abenteuer los, laut Wanderkarte und Wegweiser lagen etwas über 6 Std. vor mir - es wurden schlussendlich aber etwa 7 1/2 Std. Laufzeit ! 

Diese Wanderung, obwohl wunderschön, brachte mich beinahe an meine Grenzen. Nach rund 2 Std. Aufstieg erreichte ich die Lombachalp, welche idyllisch in einer der grössten zusammenhängenden Moorlandschaften (Habkern-Sörenberg) der Schweiz liegt. Erreichbar ist die Alp mit Auto von Habkern her, auch der Rufbus fährt hier hinauf.

Damit hatte ich die Hälfte des Aufstieges hinter mir, nun erfolgte der 2. Teil zum Augstmatthorn hinauf. Nach 2 Std. teilweise happigem bergaufsteigen ( knapp unterhalb des Berges sah ich ein paar Steinböcke der Kolonie, die es hier oben hat) erreichte ich den Brienzergrat und sah auf die andere Seite - die ganze Müh hat sich gelohnt ! 

Wow, was für eine Aussicht auf Brienzersee und die Berge, einmalig. Nach kurzer Rast lief ich nun alles dem Grat hinunter bis Harder Kulm, der Weg aber war alles andere als leicht. Nicht extrem gefährlich, aber du kannst die ganze Strecke nicht dein gewohntes Tempo einhalten - zuerst gings auf steinigen Wegen hinunter, auf der 2. Hälfte war der Weg (teilweise auch Trampelpfad)  durchzogen mit Wurzeln. Darum - die angegebene Zeit von 2 1/2 Std. vom Augstmatthorn - Harder Kulm ist ein Witz. 

O.K, ich bin auch nicht mehr der Jüngste und die Strecke gehört auch zum "Extreme Trail Run" von Brienzer Rothorn nach Interlaken, doch für Wanderer ist dieses Teilstück dieser Wanderung eine wahre Herausforderung. Doch am Ziel überwogen doch die positiven Eindrücke !
Vom Harder Kulm brachte mich die Standseilbahn nach Interlaken hinunter.



Harder Kulm von Interlaken her




schon von Habkern aus sah man den Brienzergrat





und los geht's





bald steigt der Weg an





Sicht auf Habkern




dieser Ort ist sehr idyllisch gelegen









unten grüsst der Thunersee, im Schatten links oben der Harder Grat - mein letzter Wegabschnitt





noch ist der Brienzergrat weit weg





durch herrliche Moorlandschaft hinauf zur Lombachalp






Sicht ins Simmental










Lombachalp erreicht, nun geht's auf den Grat





auf die Lombachalp führt eine Fahrstrasse - und ein Restaurant hat es hier auch





irgendwo da oben sollte es Steinböcke geben





es geht teilweise sehr steil hinauf





ein paar Steinböcke gefunden - leider voll im Gegenlicht, so habe ich sie im Sucher nicht gesehen und einfach in die Richtung fotografiert





schon beinahe oben, man sieht schon die ganze Länge der noch zu bewältigenden Strecke. Zuvorderst vorne am Grat ist Harder Kulm









Augstmatthorn voraus
 




und dann diese Sicht Richtung Süden - Brienzersee mit Berner Alpen





links oben Augstmatthorn, Sicht auf Brienz Richtung Grimsel





Eiger, Mönch und Jungfrau
 




alles dem Grat entlang





rechts unten mein Startort Habkern



jetzt lässt sich vorne auch noch der Thunersee erblicken





Suggiture - was für ein Bergname





Blick retour zur Suggiture, von dort gings mächtig steil hinunter
 




hier noch der anfangs erwähnte "Wanderweg" - immer sehr schmal
 



Harder Kulm





beim Hinabfahren nach Interlaken geht langsam die Sonne unter





und nochmal - weils so schön war