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Sonntag, 8. Oktober 2017

Wanderung ob dem Brienzersee: Habkern - Lombachalp - Augstmatthorn - Harder Kulm




Da der Wetterbericht für diesen Tag schönes, mildes Wetter in den Bergen versprach, zog ich im Geschäft noch einen Ferientag ein - es hat sich gelohnt. Obwohl, der Tag fing nicht vielversprechend an - zu den ersten Anzeichen einer Erkältung kam frühmorgens noch ein Zugdefekt der S-Bahn, welche mich in den HB Zürich führen sollte, dazu. 

Das hiess, dass ich eine Stunde später als vorgesehen am Startort Habkern eintraf (09.25 Uhr). Nichtdestotrotz musste noch der obligate Startkaffee her - samt Nussgipfel, welcher die Wirtin extra für mich auf der gegenüberliegenden Strassenseite in der Bäckerei besorgte (es war der beste Nussgipfel, den ich je ass).











Nun denn, um 09.45 Uhr ging das Abenteuer los, laut Wanderkarte und Wegweiser lagen etwas über 6 Std. vor mir - es wurden schlussendlich aber etwa 7 1/2 Std. Laufzeit ! 

Diese Wanderung, obwohl wunderschön, brachte mich beinahe an meine Grenzen. Nach rund 2 Std. Aufstieg erreichte ich die Lombachalp, welche idyllisch in einer der grössten zusammenhängenden Moorlandschaften (Habkern-Sörenberg) der Schweiz liegt. Erreichbar ist die Alp mit Auto von Habkern her, auch der Rufbus fährt hier hinauf.

Damit hatte ich die Hälfte des Aufstieges hinter mir, nun erfolgte der 2. Teil zum Augstmatthorn hinauf. Nach 2 Std. teilweise happigem bergaufsteigen ( knapp unterhalb des Berges sah ich ein paar Steinböcke der Kolonie, die es hier oben hat) erreichte ich den Brienzergrat und sah auf die andere Seite - die ganze Müh hat sich gelohnt ! 

Wow, was für eine Aussicht auf Brienzersee und die Berge, einmalig. Nach kurzer Rast lief ich nun alles dem Grat hinunter bis Harder Kulm, der Weg aber war alles andere als leicht. Nicht extrem gefährlich, aber du kannst die ganze Strecke nicht dein gewohntes Tempo einhalten - zuerst gings auf steinigen Wegen hinunter, auf der 2. Hälfte war der Weg (teilweise auch Trampelpfad)  durchzogen mit Wurzeln. Darum - die angegebene Zeit von 2 1/2 Std. vom Augstmatthorn - Harder Kulm ist ein Witz. 

O.K, ich bin auch nicht mehr der Jüngste und die Strecke gehört auch zum "Extreme Trail Run" von Brienzer Rothorn nach Interlaken, doch für Wanderer ist dieses Teilstück dieser Wanderung eine wahre Herausforderung. Doch am Ziel überwogen doch die positiven Eindrücke !
Vom Harder Kulm brachte mich die Standseilbahn nach Interlaken hinunter.



Harder Kulm von Interlaken her




schon von Habkern aus sah man den Brienzergrat





und los geht's





bald steigt der Weg an





Sicht auf Habkern




dieser Ort ist sehr idyllisch gelegen









unten grüsst der Thunersee, im Schatten links oben der Harder Grat - mein letzter Wegabschnitt





noch ist der Brienzergrat weit weg





durch herrliche Moorlandschaft hinauf zur Lombachalp






Sicht ins Simmental










Lombachalp erreicht, nun geht's auf den Grat





auf die Lombachalp führt eine Fahrstrasse - und ein Restaurant hat es hier auch





irgendwo da oben sollte es Steinböcke geben





es geht teilweise sehr steil hinauf





ein paar Steinböcke gefunden - leider voll im Gegenlicht, so habe ich sie im Sucher nicht gesehen und einfach in die Richtung fotografiert





schon beinahe oben, man sieht schon die ganze Länge der noch zu bewältigenden Strecke. Zuvorderst vorne am Grat ist Harder Kulm









Augstmatthorn voraus
 




und dann diese Sicht Richtung Süden - Brienzersee mit Berner Alpen





links oben Augstmatthorn, Sicht auf Brienz Richtung Grimsel





Eiger, Mönch und Jungfrau
 




alles dem Grat entlang





rechts unten mein Startort Habkern



jetzt lässt sich vorne auch noch der Thunersee erblicken





Suggiture - was für ein Bergname





Blick retour zur Suggiture, von dort gings mächtig steil hinunter
 




hier noch der anfangs erwähnte "Wanderweg" - immer sehr schmal
 



Harder Kulm





beim Hinabfahren nach Interlaken geht langsam die Sonne unter





und nochmal - weils so schön war






Sonntag, 10. September 2017

Sommerferien in Davos




Wir verbrachten unsere Sommerferien dieses Jahr zum 1. Mal in  Davos. Die höchstgelegene Stadt Europas, wie sie sich nennt, ist architektonisch gesehen nichts Schönes - haben die Planer es doch nicht verstanden, gesetzlich zu veranlassen, dass alle Gebäude in einem chaletähnlichen Stil gebaut werden müssen (im Gegensatz zu Klosters).

Was jedoch die Wandermöglichkeiten in Davos betrifft, so hat Davos einen Spitzenplatz in der Schweiz inne. Und als wir vernahmen, dass im Sommer alle 6 Bahnen ( inkl. Klosters) mit Gästekarte gratis benützt werden können, war unser diesjähriger Ferienort gefunden.
 
Die älteste Bahn ist die Standseilbahn auf die Schatzalp mit seinem "Belle-Époque"-Hotel. Die Parsennbahn - auch eine Standseilbahn - führt in 2 Sektionen aufs Weissfluhjoch. Von Klosters aus führt die Gotschnabahn ebenfalls ins Wander-/Skiparadies Parsenn. Ebenfalls von Klosters aus kann mit der Madrisabahn ein schönes Gebiet erreicht werden.

Auf der Südseite von Klosters kann mit 3 Bahnen in die Bergwelt hinaufgefahren werden - mit der Jakobshornbahn und der Rinerhornbahn.






Panorama Süd mit Jakobshornbahn und Rinerhornbahn und den Seitentälern Dischma und Sertig - ganz links Flüelapass





Panorama Nord mit den Standseilbahnen Schatzalp und Weissfluhjoch, dazu die 2 Luftseilbahnen ab Klosters auf Gotschna und Madrisa


Auch die zwei südlichen Seitentäler, das Dischma- und das Sertigtal sind wahre Oasen.  In Kombination mit dem Landwassertal und diesen ergibt sich ein riesengrosses Wandernetz, das von kleineren Wanderungen bis grossen Touren ( u.a. nach Passübergänge nach Arosa) alles bietet.

Fazit: Wir waren positiv von Davos angetan - und wir werden wiederkehren !





zuhinterst im Sertigtal





Sertig mit dem Postkarten-Kirchlein, oben sichtbar die Station Jakobshorn





schöner Aufstieg zum Rinerhorn



















Blick auf die Alpenstadt Davos, in der Bildmitte das imposante Hotel Schatzalp





Sicht vom Rinerhorn Richtung Norden, unten das Landwassertal




Sicht vom Gotschnagrat ins Prättigau, dahinter das Silvretta-Berggebiet






auf dem Panoramaweg unterhalb des Weissfluhjochs












von Davos das Dischmatal hinauf laufen, ein wahres Naturerlebnis


























zuhinterst im Dischmatal die geschichtsträchtige Alp Dürrboden (einst Säumerstation vom Montafon über Davos bis ins Veltlin), oben sieht man das Restaurant, zugleich Postautoendhaltestelle. Von hier geht's rechts weg über den Scalettapass ins Engadin oder noch über den Sertigpass nach Sertig. Links geht man über die Grialetschütte ( links oben sieht man den einst mächtigen Grialetschgletscher) zum Flüelapass













alte + neue Wegweiser












Schwarzsseelein bei Davos Laret






Davos Laret






der Davosersee - leider war an diesem Tag das Wetter nicht so gut zum fotografieren






Rundweg um den Davosersee

von Klosters aus musste ich natürlich zur Alp Garfiun (siehe auch Bilder unter Label "Wanderungen GR").






Sicht von Garfiun zum Gotschnagrat












Station Weissfluhjoch auf 2693m (rechts das eidg. Lawinenforschungsinstitut)






durch "Wüstenlandschaft" das Hauptner Täli hinter dem Weissfluhjoch hinunter






Felsenweg zum Strelapass













Blick zum Weissfluhgipfel














Strelapass













Strelasee






auf dem Panoramaweg Richtung Latschüelfurgga






auf der Furgga, auch hier kann man nach Arosa hinunterwandern






Panoramaweg






Blick vom Panoramaweg nach Süden mit den 2 Seitentälern - rechts Sertig, links Dischma. Dazwischen das Jakobshorn






Davosersee






in Natura wirkte das intensive Grün an diesem Hügel noch mehr, links leicht über dem Weg noch ein kleiner Schneeflecken






am letzten Ferientag gings noch zur Clavadeler Alp






und das Wetter schlägt um - gut, sind die Ferien vorbei. Blick von der Irschalp (Mittelstation Jakobshornbahn) ins Parsenngebiet. Bildmitte hinten das Weissfluhjoch, links unten der Strelapass. Rechts der Gotschnagrat. Oberhalb Davos die Schatzalp













 

Noch ein Restauranttipp : Wer einmal von Davos her über Frauenkirch  nach Monstein wandert, kommt im Weiler Spina (ob Davos Glaris) vorbei. Hier unbedingt einen Boxenstopp im sympathischen, wunderschönen  Restaurant Spina einplanen (siehe HP). Und wenn dann noch der Röteli-Dessert vor dir steht, ist die Welt augenblicklich in Ordnung.



Ach, und auf der Heimreise bei Schiers schnell raus, und bei Kindschi vorbeischauen, gehört zu einem würdigem Abschluss der schönen Davosferien.