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Montag, 31. März 2025

Wanderung auf dem Aprikosenpfad in Saxon VS



Letzten Freitag fuhren wir mit dem Zug via Visp nach Saxon ins Unterwallis, um auf dem Aprikosenpfad zu wandern. Zusätzlich nahm mich wunder, ob ich die Adonisröschen, welche im ganzen Alpenraum nur an bestimmten Orten im Wallis im Frühling blühen, finden werde.

Seht selbst:


Route



Saxon



zuerst machen wir ein kleinen Abstecher Richtung Martigny





die Reise lohnte sich schon wegen den Adonisröschen



























Kapelle ob Saxon




Wahrzeichen von Saxon ist der Turm der einstigen Burg









Aprikosenweg










die einen Bäume sind noch in voller Pracht, andere sind schon verblüht





hinter dem Turm geht es in ein Tobel hinab und danach steil wieder hinauf












Jungpflanzungen mit Sicht ins Rhonetal



auch viele Leberblumen säumen den Weg




































uralte Bäume




im Dorf unten beginnen die Bäume schon auszuschlagen






Sonntag, 16. März 2025

Carreise Mandelblüte in der Provence - 1. Teil




Letzte Woche unternahmen wir eine Carreise in die Provence - das 1. Mal waren wir mit Marti Reisen unterwegs. Ein Zubringerbus brachte uns vom Flughafen nach Bern Wankdorf, wo wir in den grossen Reisebus umstiegen, der uns am 1. Tag via Genf - Annecy - Grenoble nach unserem Ziel Manosque in der Provence brachte.


Reiseroute




Mittagshalt in Annecy







ein Touristenort 













abends Ankunft in Manosque





2. Tag


Nach einem französischen Frühstück  mit Baguette und Käse fahren wir heute mit dem Car auf die Hochebene von Valensole, einem der spektakulärsten Gegenden in der Provence. Sie liegt auf einer Höhe von ca. 500 m und erstreckt sich auf über 800 m2.  Ein wahrer Farbenrausch bietet sie dem Besucher von Mitte Juni - Mitte Juli, wenn hier oben die Lavendelfelder blühen. Unser Ziel bei unserer Reise sind jedoch die bereits im März blühenden Mandelbäume.






Besuch beim Familienunternehmen Terraroma, das auf dieser Hochebene in der 4. Generation Mandeln, Lavendel, Honig und Getreide anpflanzt und verarbeitet. Nachdem die 1. Generation nur auf Lavendel gesetzt hat, beugt man heute mit einer biologischen Fruchtfolge einer Monokultur vor







auf der grossen Plantage setzt Terraroma wegen Frostgefahr auf eine späte Sorte von Mandelbäumen. Darum waren wir für die Blüte 1-2 Wochen zu früh hier.  Für die Bestäubung dieser Bäume sorgen zu 2/3 eigene Bienen, zu 1/3 der Wind. Die Bestäubung muss während der Blütezeit innert 3 Tagen erfolgen. 




bei Frostgefahr werden zurückgeschnittene Lavendelstauden zwischen den Mandelbäumen verteilt und angezündet - durch die Luftzirkulation mit Hilfe von Windrädern ergibt sich dadurch eine Wärmeglocke.




die älteren, einzelnen Mandelbäume standen jedoch schon in Blüte. Terraroma besitzt ca. 12'000 Mandelbäume


































man kann sich nicht satt sehen




Lavendelfelder




Juni / Juli sehen sie dann so aus







Mandellager










Maschine, welche Mandeln entkernt, reinigt und sortiert. Die Ausschussmandeln gehen an die Kosmetikfabrik ( siehe Tag 3 ), die Schalen dienen als Häckselgut für Zier- und Nutzgärten



kleiner Video zum anschauen




 













































nach einer Shoppingtour im Verkaufsladen wird uns noch ein kleiner Imbiss mit Spezialitäten aus der Provence serviert




Nach einer kurzen Fahrt auf der Hochebene besuchen wir den kleinen Familienbetrieb Moulin Bonaventure , welcher in der 3. Generation mit einer Oelmühle Olivenöl hergestellt. Zusätzlich wird noch Safran, Lavendel und Currykraut ( Immortelle ) angebaut, für ätherische Öle verarbeitet und im Direktverkauf angeboten.






die Oliven werden zu verschiedenen Reifegrade geerntet - von Grün bis Rötlich und Schwarz, sodass die gewonnenen Öle verschiedene Geschmacksrichtungen aufweisen






Currykraut, auch als Immortelle oder italienische Strohblume bezeichnet








zuerst werden die Oliven mit den Steinen zerstückelt, in einer Rührmaschine die Masse vermengt und danach in einer Zentrifuge das Öl von der Masse getrennt. Die Kerne werden als Pellets weiterverwendet, die Masse als Dünger eingesetzt




Zum Abschluss der heutigen Kulinariktour fahren wir von der Hochebene ins Tal hinunter und dürfen einiges über Trüffel erfahren - ein Trüffelbauer erwartet uns mit seinem Hund bei einer Trüffelsuche






diese Eichen sind sogenannte Trüffelbäume - sie werden durch Sporen der Edelpilze "geimpft", damit sich darunter Trüffel bilden können. Die Bäume brauchen einen kalkhaltigen, sandigen Boden mit hohem ph -Wert.  Ernte der Trüffel ist zwischen November - Anfangs März









für die Trüffelsuche werden eigens ausgebildete Hunde eingesetzt - der Mensch hätte keine Chance, Trüffel zu finden







                                         ein kleiner Video dazu zum Anschauen. Wenn der Bauer                                        den Trüffel gefunden hat, bekommt der Hund ein " Goodie"





die Ausbeute bei unserer kleinen Demonstration - ca. 150g.  Der Kilopreis beträgt rund 800 Euro





schliesslich lud uns Monsieur Barbe noch in sein Haus mit integriertem Laden seines Trüffel - Familienunternehmen ein - wieder ist Shopping angesagt



























Nun gings mit vielen positiven Eindrücken retour nach Manosque ins Hotel. Morgen geht unsere Reise weiter nach Avignon.