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Donnerstag, 10. Dezember 2015

Weihnachtsessen 2015 Hobbychöche / Impressionen, Rezepte

Wie immer am 1. Samstag im Dezember stand das Weihnachtsessen auf dem Programm.

11 Chöche versammelten sich letzten Samstag um 14.00 Uhr in der Schulküche. Nach einer Vorstellung des 8-gängigen Menüs durch den Organisator und der Festlegung des Programms ( wer macht was ) fingen wir mit der Vorbereitung des Essens an.

Punkt 18.30 Uhr trafen unsere Gäste - sprich Ehefrauen - zum bereitstehenden Apéro ein.

Apéro ist bereit


Es wurde ein gelungener Abend, bei dem alle Chöche vollen Einsatz zeigten. Das Essen war wieder ausgezeichnet, am Ende waren alle zufrieden mit dem Resultat ( und von den Frauen erhielten wir Bestnoten - smile ).

auch der Esssaal wartet auf die Gäste


Menükarte



die Chöche an der Arbeit - sprich am Anrichten


Hier noch die einzelnen Rezepte :




Rüebli-Curry-Suppe (für 6-7 Pers.)


500g       Rüebli
1             mittlere Zwiebel
1             Orange
1 EL       Butter
1 EL       Curry
1             Prise Chiliflocken
0,5dl      Noilly Prat
0,5dl      Weisswein
5dl         Gemüsebouillon
1 1/2dl   Rahm
1            Bund Schnittlauch


Die Rüebli schälen und in Scheiben schneiden. Zwiebel schälen und fein hacken. Von der halben Orange die Schale dünn abreiben. Den Saft der Orange auspressen.

In einer mittleren Pfanne die Butter erhitzen. Zwiebel und Orangenschale darin andünsten. Dann die Rüebli beifügen und kurz mitdünsten. Alles mit Curry und den Chiliflocken bestreuen und nochmals 1 Min. dünsten.

Dann Noilly Prat, Weisswein, Gemüsebouillon und Orangensaft dazugiessen und zugedeckt ca. 20 Min. köcheln lassen. Am Ende der Garzeit die Suppe mit dem Stabmixer sehr fein pürieren und wenn nötig mit etwas Wasser verdünnen. Den Rahm steif schlagen und kühl stellen. Den Schnittlauch in Röllchen schneiden.

Vor dem Servieren die Suppe nochmals sehr gut aufkochen. 1/2 des Rahms mit dem Stabmixer untermischen und die Suppe mit Salz sowie wenn nötig etwas Curry nachwürzen. Die Suppe in vorgewärmte Tassen oder tiefe Teller anrichten, je 1 Klacks Rahm draufsetzen und diesen mit Chiliflocken und Schnittlauch bestreuen. Sofort servieren.





Linsen an Kürbiskernöl (für 4-6 Pers.)


150g            kleine, grüne Linsen
2                  kleine Zwiebeln
2                  Knoblauchzehen
1                  Lorbeerblatt
2                  Gewürznelken
2                  Thymianzweige
1/2               Bund Petersilie
je 2 EL        Rüebli-, Sellerie- und Lauchbrunoise
2                  Frühlingszwiebeln
40g              Frühstücksspeck
2 EL            Aceto Balsamico
4 EL            feinstes Kürbiskernöl
                    Butter, Salz, weisser Pfeffer


Die Linsen auf einem kleinen Drahtsieb unter kaltem Wasser abbrausen. Danach mit den Thymianzweige und 3-4 Petersilienstielen, den ungeschälten Knoblauchzehen und den mit Lorbeerblätter und Nelken besteckten Zwiebenl (siehe hier) in ca. 8dl mässig gesalzenem Wasser so lange bei mittlerer Hitze kochen, bis sie zwar gar sind, aber noch immer ein ganz klein wenig "Biss" haben. Auf Drahtsieb schütten, Gewürze und Knoblauch entfernen.

In der Zwischenzeit die Frühlingszwiebeln in feine Ringe und das Gemüse (Rüebli, Sellerie und Lauch) sowie den Speck in feinste Brunoise schneiden. Zum Blanchieren des Gemüses in einem Pfännchen mässig gesalzenes Wasser zum Kochen bringen, erst die Lauchbrunoise kurz blanchieren, mit einem Schaumlöffel herausnehmen und zum Abtropfen auf Küchenpapier geben. Anschliessend - in demselben Wasser - die Sellerie-und Rüeblibrunoise auf den Punkt garen und anschliessend in einem Drahtsieb gut abtropfen lassen.

In einer Sauteuse oder grossen Pfanne den Speck knusprig braten, das Gemüse beigeben, kurz heiss schwenken und unter die noch lauwarmen Linsen mischen. In derselben Pfanne die Zwiebelringe in 2 TL Butter golden sautieren.

Die Linsen vorsichtig mit Salz und Pfeffer würzen, den Balsamico sowie das Kürbiskernöl unterrühren. Den noch lauwarmen Linsensalat in der Mitte von grossen Tellern anrichten und mit Zwiebelringen sowie mit gezupften Petersilienblättern bestreuen.





Lachsmedaillons an Portwein (für 4 Pers.)




300g                Lachsfilet
1dl                   Fischfond
1dl                   weisser Portwein
1,5dl                Rahm
40g                  Butter
                        Salz, Curry, Cayennepfeffer


 Lachsfilet in Medaillons schneiden und kalt stellen.

Fischfond und Portwein zusammen aufkochen, auf ca. 0,75dl reduzieren. Rahm zufügen, kurz durchkochen lassen, die kalte Butter in kleinen Mengen einschwenken und die Sauce vorsichtig würzen, dabei mit ein paar Tropfen Portwein das Aroma abrunden.

Lachsmedaillons wenig salzen und pfeffern und über Dampf oder im Ofen auf den Punkt garen.

Lachsmedaillons auf heisse Teller anrichten und mit der heissen Sauce übergiessen.

Dazu servieren wir ein wenig Venere - Reis.



dann als Verdauerli das Sorbet



Entenbrust an pikantem Balsamico-Rosinen-Jus (für 4 Pers.)




0,5 dl              Hühnerbouillon
40g                 Rosinen
0,5dl               roter Balsamicoessig
1                     mittlere Zwiebel
20g                 frischen Ingwer
2-3                  Entenbrüstchen (je nach Grösse)
                       Salz, Pfeffer
1 EL               Bratbutter
2 TL               Zucker
2 dl                 roter Portwein
2dl                  Hühnerbouillon
1                     Lorbeerblatt
3                     Wacholderbeeren
1                     getrocknete, rote Chilischote
60g                 Butter
                       Salz, Pfeffer


1/2 dl Hühnerbouillon aufkochen. Die Rosinen und den Balsamicoessig in ein kleine Schüssel geben und die kochende Bouillon darübergiessen. Mindestens 1/2 Stunde ziehen lassen.

Die Zwiebel schälen und hacken. Ingwer ebenfalls schälen und in Scheiben schneiden.
Den Ofen auf 80 Grad vorheizen und eine Platte mitwärmen. Die Entenbrüste auf der Hautseite mit einem scharfen Messer gitterartig leicht einschneiden. Die Fleischseite kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. In einer Bratpfanne die Bratbutter rauchheiss erhitzen. Das Fleisch zuerst auf der Hautseite 3 Min, dann auf der Fleischseite gut 1 Min. anbraten. Sofort auf die vorgewärmte Platte geben und im 80 Grad heissen Ofen ca. 45-50 Min. nachgaren lassen.

Im Bratensatz Zwiebel und Ingwer dünsten. Den Zucker darüberstreuen und leicht caramelisieren lassen.

Inzwischen die Rosinen abgiessen, dabei die Flüssigkeit auffangen. Die Rosinen beiseite stellen, den Jus zum Bratensatz geben und aufkochen. Portwein und Hühnerbouillon beifügen. Das Lorbeerblatt dem Rand entlang mehrmals einschneiden und mit den Wacholderbeeren sowie der Chilischote beifügen. Alles auf grossem Feuer auf 1dl einkochen lassen. Dann absieben, dabei die zurückgebliebenen Zutaten gut ausdrücken. Den Jus in eine kleine Pfanne geben, Rosinen beifügen.

Am Ende der Garzeit die Ofentemperatur auf 230 Grad erhöhen und die Entenbrüstchen in der Hitze 5-6 Min. Temperatur annehmen lassen.

Gleichzeitig den Balsamico-Rosinen-Jus nochmals aufkochen. Die Butter in Stücken beifügen und unter kreisendem Drehen der Pfanne in die Sauce einziehen lassen.

Die Entenbrüste schräg in Scheiben aufschneiden und auf vorgewärmten Tellern anrichten. Mit etwas Jus um-und leicht übergiessen.

noch ein wenig Käse gefällig?





der Dessert ist bereit zum Servieren - uff, geschafft




Orangenfeuilleté (für 4 Pers.)


250g              Blätterteig
1 Pack           Crème pâttisserie Dr. Oetker


Kandierte Orangenjulienne :

4                   Orangen
3 dl               Zuckersirup


Orangensauce :

3                 Orangen
100g           Zucker



Blätterteig auf einem bemehlten Tisch zu einem Band von ca. 8x24cm und 3mm Dicke ausrollen, mit einem scharfen Messer in vier gleichgrosse Rechtecke schneiden. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im auf 220 Grad vorgeheizten Ofen auf der mittleren Rille ca. 15-20 Min. backen.

Blätterteigkissen vorsichtig mit einem Sägemesser in der Mitte durchschneiden (Boden und Deckel trennen) und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Für den Zuckersirup 135g Zucker mit 2,5dl Wasser zum Kochen bringen, auskühlen lassen.


Für die Julienne mit einem Kartoffelschäler von 4 Orangen die Schale abschälen, diese in feinste Julienne (feine Streifen) schneiden, dies in kochendem Wasser während 2-3 Min. blanchieren, auf ein sieb schütten und dann mit dem Zuckersirup aufsetzen. Die Orangenjulienne sollen nun auf kleinstem Feuer während ca. 2 Std. kandieren. Dabei ist es wichtig, dass die Reduktion nicht zu schnell vor sich geht, weil sonst der Zucker kristallisieren könnte. Julienne im Sirup auskühlen lassen.

Die 4 Orangen filetieren (siehe Clip). Diese Orangenfilets sind für die Füllung der Feuilletés gedacht und werden beiseite gestellt.


Für die Orangensauce 3 Orangen filetieren, den Saft auffangen. Den Zucker goldgelb caramelisieren, mit den Orangenfilets und dem Saft auflösen und auf 1,5dl reduzieren. Im Mixer pürieren und kaltstellen.


Crème pâtisserie nach Gebrauchsanleitung fertigen ( die Alternative wäre eine selbstgemachte Vanillecrème).

Zum Anrichten die Feuilletés mit Crème und Orangenfilets füllen, Julienne daraufgeben und mit der Sauce umgiessen. Die Teller noch dekorativ mit Schokostreuseln verzieren.





































Kommentare:

  1. Meine Herren! Für so viele Leute so ein schönes Menü! Mein Kompliment! Ich kann mir vorstellen, die Koordination der Arbeitsgänge und Köche ist nicht einfach, und bestimmt wird heftig diskutiert und gefachsimpelt während dem Kochen.
    In einem Restaurant, in dem ich gearbeitet habe, kamen Hobbyköche zu einem Kochkurs beim Chef. Da war was los in der Küche😂
    Schön war's. Liebe Grüsse Erika

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    1. Hoi Erika
      besten Dank für dein Kompliment. Es lief eigentlich ziemlich ruhig - es war ja nicht das 1. Weihnachtsessen. Gruss und ein schönes Wochenende wünscht dir Jürg

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  2. Das sieht wieder mal sehr lecker aus! Ich kann euch nur bewundern, wie ihr diese vielen Arbeiten fehlerfrei erledigt.
    Gruess vom Werner

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    1. Besten Dank - wir sind aber natürlich nicht immer perfekt. Ist halt ein Hobby - wie das Blogschreiben. Lg Jürg

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  3. Da läuft einem wieder das Wasser im Munde zusammen, ich finde toll wie Ihr eure Frauen bekocht und verwöhnt.
    Einen geruhsamen dritten Adventssonntag wünscht
    Erika

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    1. Ja es war wirklich ein gelungener Abend. Diese Wochenende gibt's nicht so eine grosse Kocherei. Gruess Jürg

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