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Montag, 3. November 2014

Sebastian Bergman, Kriminalpsychologe - neue, schwedische Erfolgskrimiserie / Krimibuchtipp

Aktuell lese ich einen Krimi des bekannten Schriftstellerduos Michael Hjorth / Hans Rosenfeldt.
1. Buch
Beide sind in Schweden bekannte Drehbuchautoren und schufen 2010 mit ihrem gemeinsamen Erstlingsbuch "Der Mann, der kein Mörder war" ein überragendes Schriftstellerdebüt - ihnen ist es gelungen, den mit Abstand besten Krimi zu schreiben, der in Schweden im Jahr 2010 auf den Markt gekommen ist.


Damals ahnten die beiden Schweden ganz sicher noch nicht, was für ein unglaublicher Erfolg ihre Krimireihe um den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman (inzwischen gibt es schon zwei Verfilmungen) werden würde. Damals behaupteten Hjorth/Rosenfeldt, sie würden jedes Jahr ein Bergman-Buch schreiben und nach fünf Jahren damit aufhören. Das mit dem "jedes Jahr ein Buch" - mittlerweile ist 2014 der 4. Krimi erschienen - stimmt, aber ob sie nach dem riesigen Erfolg wirklich nach fünf Büchern Schluss machen ?

Die beiden Schweden haben die Figur des Sebastian Bergmann erfunden. Und dieser ist kurz gesagt ein Widerling.  Der durchschnittliche Leser hat es im Beruf wie auch im Privaten oft mit unsympathischen Zeitgenossen zu tun. Warum soll man dies nicht auch in einem Krimi tun? Die Antwort ist damit begründet, dass Bergman schlicht ein genialer Geist ist und wie keiner in der Lage, Verbrechen aufzuklären.
Er war früher bei der schwedischen Polizei als Psychiater und Profiler tätig und galt als einer der gefürchtetsten Ermittler. Als er bei einem Familienurlaub in Thailand beim Tsunami seine Frau und  Kind verlor, verfiel er in eine schwere Despression und quittierte den Polizeidienst.

2. Buch


Zurückgekehrt in seinen Heimatort, berät " Privatier" Bergman das Team der Reichsmordkommission - seinen alten Arbeitgeber - nun wieder bei ungeklärten Mordfällen.
Die zwei Schriftsteller haben es geschafft, innerhalb von vier Büchern Charaktere zu schaffen, die einem ans Herz gewachsen sind. Ihre Krimis sind mehr als schlichte Kriminalfälle. Bei ihren Büchern handelt es sich um Krimis, die von Emotionen der einzelnen Personen handeln, so dass der Leser am Leben der einzelnen Personen teilnimmt.

In einem meiner früheren Blogbeiträge habe ich den dänischen Erfolgsautor Jussi Adler-Olsen als die Zukunft des skandinavischen Krimis bezeichnet. Nun bekommt er mit Hjorth/Rosenfeldt eine starke Konkurrenz um die Thronbesetzung als Nachfolger des berühmten Henning Mankell.


3. Buch
4. Buch
Für die Bergman-Serie gilt wie bei ähnlichen Serien, dass man zwar jederzeit mit jedem Buch mit Lesen einsteigen kann, jedoch ist die Reihenfolge der Bücher zu empfehlen ist, da sich die Charaktere und ihre Beziehungen untereinander stetig weiterentwickeln. Und diese Krimireihe gilt als Geheimtipp - auch weil sie noch lange nicht zu Ende ist und die verschiedenen Personen darin noch genügend Potenzial für weitere Fälle haben.





Kommentare:

  1. Danke für den Tipp; habe mir den Mann, der kein Mörder war, gleich mal auf den Kindle geholt. Bin gespannt.

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  2. Hoffe du bist zufrieden damit - diese Krimis sind relativ dicke Bücher und die Handlungsstränge sind nicht so voller Action - ich finde aber sie sind in gutem Deutsch geschrieben. Gruss Jürg

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