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Montag, 19. Mai 2014

Rhabarber / Rhabarber-Quarktorte - Rezept

Letzten Donnerstag weilte meine Frau bei einer Kollegin im solothurnischen Hochwald und kam abends mit einer Ladung  Rhabarber heim, die sie von ihr erhalten hat.

Aufgrund seiner Zubereitung wird der Rhabarber oft zu den Früchten gezählt. Er gehört jedoch in die Familie der Knöterichgewächse, ist ein Verwandter des Sauerampfers und gehört demnach zu den Gemüsen. Die Heimat des Rhabarber wird in China vermutet, er gilt dort immer noch als Heilpflanze. Im 18. Jahrhundert wurde Rhabarber, zuerst von den Engländern, auch als Nahrungsmittel entdeckt.
Rhabarber ist ein typisches Frühlingsgewächs und bei milder Witterung bereits Ende März aus Freilandanbau erhältlich. Wenn er zu blühen beginnt - in der Regel ab Mitte-Ende Juni - werden die Stengel holzig und ungeniessbar. Ausserdem erhöht sich dann in den Stengeln der Gehalt von Oxalsäure. Wegen dieser Säure sollte Rhabarber nur in geringen Mengen roh gesessen werden.
Um die Oxalsäure zu reduzieren, empfiehlt es sich, den Rhabarber vor dem Kochen zu rüsten, sprich zu schälen (man entfernt so auch die Fäden der Stengel). Siehe dazu hier den Clip.
Rhabarber ist gesund, er enthält neben Vitaminen auch reichlich Mineralstoffe. Zudem wirkt er darmregulierend, blutreinigend und entschlackend.
Rhabarber wird in der Küche insbesondere bei Desserts eingesetzt, vor allem die Kombination mit Erdbeeren ist beliebt. Die Säure wird durch Milch, Rahm, Joghurt oder Quark, aber auch durch Stärke (z.B. Maizena) sowie paradoxerweise durch Zitronensaft gemildert.
Rhabarber kann aber auch in deftigen Gerichten eingesetzt werden, er hamoniert besonders gut mit Schweinefleisch, Lamm und Ente.


Uebrigens, der Rhabarber von Hochwald wurde am Sonntag zu einer Rhabarber-Quarktorte verarbeitet.

Hier das Rezept :

1             Springfrom von 24cm Durchmesser, Backpapier für die 
               Form

100g       Amaretti
100g       Butterguetsli (z.B. Petit Beurre)
100g       Butter, flüssig

4 Blatt     Gelatine, in kaltem Wasser eingeweicht
500g        Halbfettquark
1dl           Halbrahm, geschlagen

500g        gerüsteter Rhabarber, in 0,5 cm breite Stücke geschnitten
120-150g Zucker
1              Vanillestängel, längs aufgeschnitten
5              Blatt Gelatine, in kaltem Wasser eingeweicht

Für den Boden Guetsli im Cutter fein mahlen ( oder in einen Beutel füllen und mit Wallholz Guetsli "verbrösmeln". In eine Schüssel geben und mit flüssiger Butter vermischen.In die mit Backpapier belegte Springform füllen und mit einem Löffel flach drücken. Kühl stellen.

Für die Quarkmasse gut ausgedrückte Gelatine (4 Blatt ) in einem Pfännchen mit wenig Wasser schmelzen. Quark in eine Schüssel geben, Gelatine darunter rühren. Masse im Kühlschrank leicht ansulzen lassen (d.h. so lange ruhen lassen, bis sie am Rande leicht geliert). Geschlagenen Rahm vorsichtig untermischen und die Quarkmasse auf dem Tortenboden verteilen. Kühl stellen.

Rhabarber, Zucker und Vanillestängel andämpfen. Bei kleiner Hitze 5-10 Min. zugedeckt weich kochen. Pfanne vom Herd nehmen und Vanillestängel entfernen. Gut ausgedrückte Gelatine ( 5 Blatt ) unter die heisse Masse rühren. Kühl stellen, bis die Masse zu sulzen beginnt. In die Springform einfüllen, glatt streichen.

Torte im Kühlschrank 5 Std. (oder über Nacht) fest werden lassen.

Torte kann evtl. noch mit ein wenig Guetslibrösmel verziert werden.

die Torte kam sehr gut an (fruchtig und sehr fein im Geschmack)


Kommentare:

  1. Antworten
    1. Nein wirklich, überhaupt nicht sauer - hat genug Zucker dran. Zum Ausprobieren !

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  2. mmmm........
    ich komme...
    oder ist die Torte schon aufgemampft???
    Grüessli Trudy

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